Quotenmeter

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Der Medientalk über Fernsehen, Streaming, Kino & Radio

Ausgabe 678: Promis, Tänze, Sensationen! (23.09.2022)

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Mitte September machte ProSieben-Chef Daniel Rosemann seine Ankündigung wahr: Der Sonntagabend soll nicht mehr mit Spielfilmen bestückt werden, sondern Schauspieler und sonstige Prominente sollen Aufgaben erfüllen. Das Genre nennt sich „Factual Entertainment“ und die Show heiß «Local Hero». Jenke von Wilmsdorff und Nikeata Thompson wurden für zweieinhalbstunden Unterhaltung nach Mexiko geschickt.

Das Ergebnis war besorgniserregend, denn nur 0,42 Millionen Menschen schalteten ein. Der Sender wurde selbst von ProSieben Maxx, sixx und Nitro überholt. Dass diese Programmplanung scheitern würde, war offensichtlich. Viel zu groß ist eine 25-jährige Blockbuster-Tradition am Sonntagabend, die ProSieben stets erfolgreich machte.

Veit-Luca Roth und Fabian Riedner werfen am Ende des Podcasts noch einen Blick auf die sixx-Show «BAFF – clever» kontern, die im Juli und August 2022 zu sehen war. Auch hier spricht das Ergebnis Bände: Schlechte Werte. Die Show hatte weder Stimmung noch ein wirklich gutes Konzept. Die beiden Podcast-Moderatoren sind sich sicher, dass «BAFF» seine Ruhe auf dem Fernsehfriedhof finden wird.

Ausgabe 677: Kein gutes Zeugnis für die Fernsehpreis-Gala (16.09.2022)

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Die Verantwortlichen des Deutschen Fernsehpreises wählten am Mittwochabend «Die Wannseekonferenz» zum besten Fernsehfilm der TV-Saison 2021/2022. Die Mini-Serie «Faking Hitler» wurde unterdessen als beste Drama-Serie ausgezeichnet, während der beste Mehrteiler «The Billion Dollar Code» von Netflix wurde. Die Preise des Abends wurden – so meint man – schön demokratisch aufgeteilt.

Die von Barbara Schöneberger moderierte Gala war allerdings weder professionell noch hochwertig. Das Set der «Goldenen Kamera» wurde reaktiviert, die Laudationen waren zeitweise peinlich. Zeitweise machten sich die Gastgeberin über die anwesenden Gäste in derber Art und Weise lustig. Hinzu kommt: Der Deutsche Fernsehpreis kam aus einem Studio und die Nominierten saßen auf Plastikstühlen.

Glamour geht anders: Doch die Veranstaltung wurde inhaltlich mehrfach zu Grabe getragen. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich die Show angeschaut, die das ZDF ausgestrahlt hat. Die beiden hoffen insgeheim, dass diese Art von Produktionen nicht mehr ausgestrahlt werden.

Ausgabe 676: Dauerbaustelle Sat.1 (09.09.2022)

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Bei Sat.1 brennt es schon seit einigen Jahren. Doch der Schaden wird immer größer, die Fernsehstation kam im August nur noch auf 6,7 Prozent bei den Umworbenen. Inzwischen hat sich der Sender unter der Führung von Daniel Rosemann auf VOX-Niveau begeben. Die Einschaltquoten sind ebenso wie die Reichweiten massiv abgefallen.

Vehement weigert sich die ProSiebenSat.1-Gruppe in Fiktion zu investieren, stattdessen soll der Vorabend bereits am 24. Oktober – und damit nur vier Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar – mit «Britt – Der Talk» um 16.00 starten. Im Anschluss laufen weiterhin die Formate «Lenßen übernimmt!» und «Doppelt kocht besser».

Die letzte erfolgreiche Sat.1-Show «Mein Mann kann» wird künftig täglich zu sehen sein. Fünf Stunden Sendezeit mutet man den Zuschauern zu. Fraglich ist, ob man täglich eine solche Vorabendshow sehen möchte. Den Starttermin von «Volles Haus!» hat man unterdessen noch nicht verraten. Vermutlich verschiebt sich der Start auf Mitte Dezember, wenn man König Fußball aus dem Weg gehen möchte.

Ausgabe 675: Ist Sebastian Pufpaff wirklich der beste Moderator? (02.09.2022)

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Der Senderverbund um den Deutschen Fernsehpreis hat in den vergangenen Tagen die diesjährigen Nominierten bekannt gegeben. Wie schon bei zahlreichen anderen Preisverleihungen gab es wieder ordentlich Kritik. Beispielsweise wurde «TV total»-Moderator Sebastian Pufpaff nominiert, aber nicht Bastian Pastewka für seine Moderation von «Wer stiehlt mir die Show?». Warum man die Schauspieler-Kategorie in männlich und weiblich unterteilt, aber die besten Moderatoren nicht, hat auch keiner der Verantwortlichen erklärt.

Im fiktionalen Bereich hat man die Kategorien neu aufgedröselt und verleiht nun vier Preise: Beste Comedy-Serie, beste Drama-Serie, bester Mehrteiler und bester Fernsehfilm konkurrieren untereinander. Bei den Darstellern werden die Kategorien allerdings durcheinander gewürfelt.

Der 23. Deutsche Filmpreis überrascht an mehreren Stellen. So auch bei der besten Sportsendung: Während man expliziert bei RTL das Finale der UEFA Europa League nominierte, scherte man die Paralympics bei Das Erste und ZDF über einen Kamm: Sowohl die Sommer- als auch die Winterspiele werden von beiden Sendern in eine Kategorie gepackt. Echtes Sportwissen sieht anders aus.

Ausgabe 674: «40 Jahre Supernasen»: Die Show ohne Klasse (26.08.2022)

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Am 14. Januar 1982 startete die Uraufführung des Spielfilms «Piratensender Powerplay», in dem Mike Krüger und Thomas Gottschalk die Hauptrollen spielten. Die Lisa-Film-Produktion, die von Siggi Götz geschrieben wurde, war der Start eines Vierteilers innerhalb von wenigen Jahren. Mit «Die Einsteiger», der im Herbst 1985 in die Lichtspielhäuser kam, war der Erfolg allerdings dann vorbei.

Am Samstag strahlte RTL nun «40 Jahre Supernasen» aus und flog damit auf die Nase. RTL sind massive konzeptionelle und handwerkliche Fehler bei der Produktion der Show unterlaufen. Die Sendung wurde nur von 0,88 Millionen Zuschauern gesehen. Wie soll auch mehr möglich sein, wenn echte Fans der Reihe mindestens 60 Jahre alt sein müssen – ist das RTL-Publikum einfach zu jung?

Außerdem war die inhaltliche Zusammenstellung mehr als desaströs, denn Laura Wontorra und Chris Tall sollten die Show in den ersten Minuten auflockern. Das klappte nicht und es wirkte befremdlich, urteilten Julian Schlichting und Fabian Riedner im Quotenmeter-Podcast. Auch der lieblose Zusammenschnitt von „Highlights“ sorgte dafür, dass es eine Show ohne Klasse wurde.

Ausgabe 673: «Volles Haus!», volles Programm? (19.08.2022)

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Was erwartet die Fernsehzuschauer künftig bei der neuen Sat.1-Show «Volles Haus!». Die „Bild“ sprach von einem Start im Oktober, aber der Sender dementierte. Beim künftigen Gemischtwarenladen, der künftig zwischen 16.00 und 19.00 Uhr laufen soll, werden unter anderem Jochen Schropp und Jasmin Wagner durch das Programm führen.

Bei der diesjährigen «Germany’s Next Topmodel»-Staffel wurde Liselotte Reznicek entdeckt, die mit einer eigenen Doku-Soap in dem Sat.1-Haus einziehen darf. Zudem wird Britt Hagedorn innerhalb der Sendung einen Talk führen. Viele Details sind weiterhin unklar, wie die Aufteilung der einzelnen Elemente.

Veit-Luca Roth und Fabian Riedner sind von der Salami-Enthüllungstaktik von Sat.1 enttäuscht. Außerdem grenzt, deren Meinung nach, eine dreistündige Vorabendsendung an Wahnsinn. Sie fragen sich, warum Sat.1 nicht endlich reinen Tisch macht und das gesamte Konzept präsentiert, damit sowohl Zuschauer als auch Medien sich von dem Format ein Bild machen können.

Ausgabe 672: Was taugt «The Sandman»? (12.08.2022)

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Seit Freitag, den 5. August 2022, können die Abonnenten von Netflix die Warner-Bros.-Serie «The Sandman» sehen, die auf den ersten beiden Büchern "Präludien und Notturn“" und „Das Puppenhaus“ der gleichnamigen Graphic-Novel basieren. Zwar beherrscht die Serie die Netflix-Charts, aber eine offizielle Verlängerung steht noch aus.

Fabian Riedner hat die Serie vorab getestet und kann das Werk von Allan Heinberg, Neil Gaiman und David S. Goyer nur empfehlen. Es gebe zwar einzelne Schwächen in der Rahmenhandlung, doch darüber könne man durchaus hinwegsehen. Gelobt werden zudem die Schauspieler wie Tom Sturridge als Dream, Vivienne Acheampong als Lucienne und Boyd Holbrook als Korinther.

Ein weiteres Thema der aktuellen Ausgabe sind die Handball-Rechte. Der Axel-Springer-Konzern hat mit seiner Firma S Nation Media sämtliche Rechte erworben. In Zukunft sollen Spiele zum Teil an ARD und ZDF weiter lizenziert werden, eine Partie pro Spieltag gibt es dann auch bei Bild TV. Riedner und Roth munkeln, dass das ein guter Wurf war.

Ausgabe 671: Der neue südkoreanische Film (05.08.2022)

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Die südkoreanische Kultur dringt sukzessiv in den westlichen Kulturkreis vor. Ein gutes Beispiel ist nicht nur die Boyband BTS, sondern auch Netflix. Der Streamingdienst aus dem kalifornischen Los Gatos hat mit dem Pay-TV-Sender tvN einen Vertrag abgeschlossen und nimmt zahlreiche Serien in sein Angebot auf. Darunter sind Projekte wie «Twenty One Twenty Five» oder «Hometown Cha-Cha-Cha».

Zudem hat Netflix nicht nur in diese Inhalte investiert, sondern seine erfolgreichste Serie nach Südkorea importiert. Mit «Haus das Geldes: Korea» hat man zwar eine sündhaft teure Produktion geschaffen, doch mit diesem Format möchte man neue Abonnenten im asiatischen Raum finden.

In diesem Podcast erklärt Film- und Serienexperte Christian Lukas Gastgeber Fabian Riedner die Geschichte des südkoreanischen Films und das könnte auch der Grund sein, warum die Macher von der koreanischen Halbinsel jetzt in voller Blüte stehen. Auch ein Querverweis auf die deutschen Fernsehmacher fällt, die sich jahrelang nur auf amerikanische Inhalte konzentrieren.

Ausgabe 670: Die Zukunft des Fußballs (29.07.2022)

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Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat gleich zwei Rechte neu zu vergeben: Neben der FLYERLARM Frauen-Bundesliga werden auch die Rechte der dritten Liga neu verteilt. Wird sich die Deutsche Telekom, die Basketball und Eishockey bei Magenta Sport verloren hat, noch einmal bei einer Ausschreibung beteiligen?

Könnte Sky auf die dritte Liga schielen? Wie geht es überhaupt mit König Fußball weiter? Der Streamingdienst DAZN hat zwar inzwischen Rechte an der Bundesliga und der UEFA Champions League, aber die Kunden sind über die 30 Euro pro Monat wirklich nicht amüsiert. Könnte es zu einem riesigen Desaster kommen, weil zu viele Menschen den Dienst deabonnieren.

Welche waghalsige Wette geht eigentlich Ex-DFL-Chef Christian Seifert ein, der mit Axel Springer den Kontrahenten S Nation auf den Markt bringen möchten. Ist in Deutschland überhaupt noch Platz für ein Angebot, das sich mit ohnehin recht schwachen Sportarten wie Handball brüsten möchte?

Ausgabe 669: Steigt Netflix in die zweite Liga ab?

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In dieser Woche veröffentlichte Netflix die neuen Quartalszahlen. Vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika hat man rund eine Million Abonnenten verloren, zeitgleich fuhr das Unternehmen aber den höchsten Umsatz aller Zeiten ein. Rund acht Milliarden US-Dollar erwirtschaftet der Streamingdienst in drei Monaten.

Seit ein paar Monaten haben sich die Medien darauf eingeschossen, die Quartalszahlen von Netflix schlechtzureden. Doch muss das sein? Immerhin haben rund 220 Millionen Menschen ein Abonnement und im Gespräch mit Julian Schlichting erklärt der Podcaster und Unterhalter seine Meinung. Er sei zwar bei allen Diensten angemeldet, kündige sie aber sofort wieder.

Da Netflix viele Serien auf einen Schlag komplett veröffentlicht, muss das Abonnement nicht auf mehrere Monate oder gar Jahre abgeschlossen werden. Außerdem habe Netflix den Druck von außen, immerhin spiele das Unternehmen in Preisklassen von Skys WOW und in den Vereinigten Staaten von Amerika von HBO Max. Also alles gar nicht so schlimm?

Über diesen Podcast

Quotenmeter.FM informiert und unterhält über aktuelle Themen aus dem Fernsehen, Kino oder Radio. Ob neue Serie, abgesetzte Show, erfolgreicher Trend oder spannender Film - das Quotenmeter-Team diskutiert immer zum Wochenende in lockerer Atmosphäre die wichtigen Themen aus der TV-Branche. Dazu gibt es Fernsehtipps, spannende Rubriken, Gäste und mehr.

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