«Thunerts Thema»: Synchron-Konflikt (II) – warum löst Netflix die Unsicherheit nicht auf? (11.06.2026)
Shownotes
Wie angekündigt «Thunerts Thema» diese Woche in einer erweiterten Form: Statt einer einzelnen Ausgabe gibt es zwei Beiträge. Nachdem am Dienstag (9. Juni) Till Voelger vom BFFS zu Gast war, ist nun am heutigen Donnerstag (11. Juni) nochmal die Zeit, die variierende Meinung vom VDS zu vertiefen – vertreten wird sie von Synchronschauspieler Matti Klemm (u.a. Jason Momoa) sowie David Wagner (Kanzlei Spirit Legal).
Nochmal als Replik: Im Mittelpunkt steht erneut der anhaltende Konflikt um die KI-Klausel bei Netflix. Zahlreiche Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler arbeiten derzeit weiterhin nicht für den Streaming-Anbieter, weil sie eine Vertragsregelung ablehnen, die Netflix die Nutzung ihrer Stimmen für KI-Trainingszwecke erlaubt. Besonders aus den Reihen des Verbands Deutscher Sprecher*innen (VDS) kommt Kritik an einer Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) ausgehandelt wurde. Nach dieser Regelung darf vorhandenes Sprachmaterial für Zwecke der Qualitätskontrolle und Optimierung von KI-Systemen verwendet werden.
Gesprächspartner Matti Klemm als selbst betroffener Künstler äußert vor allem die Angst, das aus der Einspeisung seines Stimm-Materials in ein unübersichtliches KI-Geflecht ein unkontrollierbares Potpourri entstehen könnte, das die Nachvollziehbarkeit am Ende schwer macht. Auch Jurist David Wagner sieht darin eine signifikante Herausforderung, für die zwar technische Lösungen denkbar seien, deren Gerüst jedoch erst noch dezidierter herausgearbeitet werden müsse, um klarere Verbindlichkeiten in der Hand zu haben.
Beide äußern in diesem Zusammenhang Bedauern über die Abwehrhaltung von Netflix – denn für einen Arbeitsprozess, der eine verbesserte Basis schafft, seien gemeinsame Gespräche von Nöten. Vor allem David Wagner sieht auf juristischer, als auch auf kultureller Ebene zudem die Politik gefragt, um zukünftig eine europäische Marschroute zu beschreiten.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wie angekündigt meldet sich Tunerzthema nach Dienstag zum zweiten Mal in dieser Woche.
00:00:05: Zum Synchronkonflikt mit Netflix Nachdem am vorigen Termin Til Völker vom BFFS zu Gast war, wird nun nochmal die Meinung vom VDS vertieft.
00:00:17: Zur Erinnerung Eine Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel ausgehandelt wurde Mit der der Streamer Sprechermaterial zum KI-Training nutzen kann wird von VDS-Mitgliedern verweigert.
00:00:35: Offensichtliche Kritikpunkte wie Bezahlung und fehlende Freiwilligkeit spielen hierbei natürlich eine Rolle.
00:00:42: Im Gespräch mit Mati Klemm wird jedoch schnell klar, dass es um mehr geht als materielle Vergütungen.
00:00:49: Es geht um grundlegende emotionale Ängste die die Existenz der individuellen künstlerischen Identität in Gefahr sehen.
00:00:59: Konkret steht die Befürchtungen im Raum, die Kontrolle über den eigenen stimmlichen Charakter sowie die rhetorische Veranlagung zu verlieren und sie nie wieder erlangen zu können wenn sie einmal abgetreten wurde.
00:01:16: Genau dieser unmittelbaren Grundangst eine befriedigende rechtliche Sicherheit entgegenzusetzen das scheint mir trotz erster vorhandener Ansätze die Herausforderung der Stunde.
00:01:28: Ja, der zerbrechliche Faden zu sein.
00:01:31: An dem eine Lösung hängt.
00:02:04: eher berücksichtigen wollen wir in diesem Kontext aber auch noch mal die Seite des VDS zum einen mit Zymkronschau-Spieler Matty Klemm, der bereits vor einigen Monaten zu Gast war, aber auch mit David Wagner, der für den Verband einen Gutachten erstellte und folglich die rechtliche Expertise mitbringt.
00:02:21: Hallo in die Runde!
00:02:23: Hallo?
00:02:24: Hallo?!
00:02:25: Ja heute wollen wir uns vor allem auf ... übergeordneten juristischen Ausblick fokussieren und damit natürlich auch noch mal die Rechtslage der betroffenen Synchronschauspieler.
00:02:36: Deswegen vielleicht erst einmal zu Diamati, es wird nun von einigen das Argument ins Feld geführt dass Netflix vertraglich daran gebunden sei im speziellen eben keine synthetische Stimmen- und Stimmklone aus dem Material der Synchroenschauspielenden zu generieren deren Rechte sie dann ja durch die Klausel abtreten Und Gegenteiliges als Vertragsbruch rechtlich klar verfolgbar und ahndbar wäre.
00:03:01: Vielleicht kannst du noch mal deinen Standpunkt explizit zu dieser Argumentation nennen, die ja auch damit verbunden ist dass Du und weiterer aus dem Vorderest die Klausel weiterhin nicht unterschreiben.
00:03:14: Man muss da nochmal einen Unterschied machen.
00:03:16: es gibt den Unterschied zwischen dem Output und der Input.
00:03:18: also Output ist ich trainiere eine KI.
00:03:21: diese KI wird mit meiner Stimme gefüttert, mit meinem Spiel gefüttern und dann wird das angewandt.
00:03:29: Und sobald das angewandt ist, kann ich sagen okay, das bin ich.
00:03:32: Das möchte ich ganz gern jetzt bezahlt haben.
00:03:34: oder kann man sich auf eine Vergütung einigen.
00:03:36: Der Punkt ist aber hier dass eigentlich Mein Spiel von meiner Stimme abgelöst wird, das heißt also es wird mein Spiel von der KI analysiert.
00:03:45: Es wird ein Gesprächsmodell oder einen Charakter-Modell entwickelt so wie ich eben spiele, wie ich bin was meinen Wesen ausmacht, mein Charakter meine Seele künstlerisch gesehen aber natürlich auch ist ganz viel bei uns Künstler natürlich eben auch was Persönliches mit drin.
00:03:59: Weil das ist ja, dass was eine künstler Person ausmacht, dass sie sich selbst auch mit dem eigenen Charakter mit der eigenen Seele einbringt und dann wird er es auf einmal in Nullen-und Einzen aufgeteilt und dann kann das in beliebiger Form angewandt werden.
00:04:12: Nun ist es so angenommen man möchte einen Charakter haben, der so ein bisschen wie ich aber auch ein bisschen jemand anders, aber auch um bisschen wie der.
00:04:20: dort entsteht ein Potpourri.
00:04:25: Welches Spiel steckt da jetzt mit drin?
00:04:27: Ich will es mal ganz kurz veranschaulichen.
00:04:29: Man stelle sich vor, sie sind Synchronschau-Spielender, stehen jetzt im Studio und wollen gerade anfangen zu synchronisieren.
00:04:36: auf einmal geht die Tür auf, die Regie kommt rein sagt möchte man ganz kurz vorstellen das hier ist Torbenzwantje und der Torbenswantje wird sich jetzt neben Sie stellen und wird zuhören was Sie machen und Sie werden dann ihm das beibringen was Sie mache und der wird das wiederholen und zwar so lange bis er das genauso gut kann wie Sie Und dann brauchen wir sie nicht mehr, weil der wird ja den Job machen.
00:04:55: Ach so!
00:04:55: Sie wollen das bezahlt haben?
00:04:56: Na ja klar!
00:04:57: Aber das Problem ist... Der war heute früh noch in der Räuchtingstraße oder in einem anderen Studio und hat auch noch ein Training gehabt.
00:05:04: Das heißt, wir wissen jetzt gar nicht wie viel von dir da drin ist oder nicht.
00:05:09: Müssen wir mal gucken, vielleicht wird es vergütet aber auch nicht.
00:05:13: Da würde man doch sagen, nee, das möchte ich bitte nicht, weil früher hat man dazu gesagt Industrie-Spionage.
00:05:22: Ein Missbrauch meiner eigenen künstlerischen Matrix oder auch ein Missbrauchs meiner eigenen Person.
00:05:28: Und so kann man sich das vielleicht vorstellen, dass wir also vor diese Entscheidung gestellt werden.
00:05:32: Also entweder ich stelle mit ihm zu und lasst Torbenswandchen neben mir stehen und ich bringe dem alles bei und gehe dann irgendwann leer aus – weil Torbenzwandche kostet ja nix!
00:05:40: Ich bin raus, stehe mit deren Händen da….
00:05:43: Oder ich möchte sie eben nicht und wenn ich es nicht möchte, darf ich dabei aber nicht mehr arbeiten?
00:05:47: Und das macht es so schwierig an dieser ganzen Geschichte, dass mir ein Opfer abgezwungen wird was ich bringen soll obwohl ich gar nicht den Sinn und Zweck verfolgen möchte.
00:06:01: Ist denn das was du jetzt gerade angeführt hast mit diesen Gesprächsmodellen ist das etwas was praktisch vertraglich in dieser Klausel in diesem Bereich liegt, was Netflix damit machen könnte.
00:06:14: Weil es wird ja argumentiert, dass vertraglich sehr klar festgelegt ist, was sie damit machen?
00:06:20: Also die Qualitätszwecke praktisch ... Ist das etwas, was damit drunter fällt in diesen Graubereich?
00:06:27: oder wäre das nicht eigentlich etwas, wo man sagt, das trägt schon damit bei praktisch Stimmtechnisch zu reproduzieren und dass das etwas ist, wo sich eigentlich Netflix vertraglich darauf festgelegt hätte, dass sie das nicht machen wollen.
00:06:42: Würdest du also sagen, was du gerade erläutert hast?
00:06:45: Dass das da nicht darunter fällt?
00:06:47: Naja ich glaube David Wagner ist die bessere Antwortgeber an dem Punkt aber ich kann nur so viel dazu sagen.
00:06:55: Interessant ist eben was alles nicht genau definiert ist Also was drin was nicht drin steht Was Handlungsspiel erlaubt und da würde ich gerne jetzt an David Wagner übergeben Ja
00:07:04: Gerne David
00:07:06: Ja, also um es nochmal einzufangen.
00:07:08: Es gibt eine Klausel die gesagt halt KI Training allgemein ist eben erlaubt dass das was der Matty mit input meint und der output ist im wesentlichen durch zwei klauseln interessiert.
00:07:22: Die eine klausel zielt darauf ab dass mithilfe der KI jetzt wirklich Das was der matti zum beispiel einsprechen würde umfassend nachgestellt wird.
00:07:33: Und das habe auch gar nicht so unsere Hauptsorge ehrlich gesagt, weil da gibt es ohnehin jüngste Rechtsprechungen vom Bundesgerichtshof die einen solchen Output oder eine solche Reproduktion erschwert.
00:07:47: Weil sie sagt naja der wird ja jemand nachgeahmt, das betrifft ja seinen Persönlichkeitsrecht und dann gibt es noch den Fall dass einer synthetische Stimme erzeugt wird und da braucht man auch die Zustimmung derer, deren Stimmen verwendet werden für die Erzeugung der synthetischen Stimme.
00:08:08: Und das ist eben sehr unklageregelt nach unserem Dafürhalten weil es technisch ja so ist.
00:08:17: wir können gar nicht mehr unbedingt genau sagen welche Stimmen aus einem Modell oder Stimmen, die halt eben in das Training des Modells eingeflossen sind.
00:08:29: Jetzt wirklich an dem konkreten Output beteiligt sind den beeinflusst haben.
00:08:34: Das ist technisch nach der Zeitigen im Stand kaum nachzuvollziehen und es gibt natürlich jetzt demjenigen, der das Modell beherrscht erhebliche Macht.
00:08:45: also ihr könnt es ja nutzen.
00:08:46: immer wenn da jemand kommen würde und würde sagen hey aber dass doch irgendwie meine Stimme mit drin könnte Netflix eben sagen Ja, nee also können wir jetzt irgendwie gar nicht nachvollziehen.
00:08:58: Uns ist schon irgendwie gar ich glaube warum wir dich hätten fragen müssen?
00:09:02: Da kann man jetzt natürlich auch sagen naja aber Kann man da nicht irgendwie über Nebenpflichten oder wie auch immer dahin kommen das Netflix der irgendwelche Aufzeichnungen drüber führen müsste und so weiter und sofort Oder müsse man nicht im Zweifel sogar annehmen Alle Stimmen, die jetzt im Rahmen von der Netflix-Produktion anfallen oder von allen Produktionen, zwangsläufig da immer in jedem Modell und in jedem Output mit drin sind.
00:09:30: Das finde ich eine sehr gewagte These.
00:09:32: ehrlich gesagt so das kann funktionieren.
00:09:34: es kann auch sein, dass ein Gericht so entscheiden würde aber wenn das wirklich das wäre was Netflix gewollt hätte dann hätte man's ja auch einfach direkt in den Vertrag hineinschreiben können.
00:09:46: Und gerade der Umstand des diese Szenarien in dem Vertrag nicht genau geregelt sind.
00:09:54: Der stimmt dann noch im Skeptisch und da ist man natürlich dann in der Situation so ins kalte Wasser springen zu müssen, das Wasser ist halt recht drüben und man weiß gar nicht so richtig kann ich da jetzt beherzt reinspringen?
00:10:07: oder gibt es dann nicht irgendwie ein Stein wo ich mit Kopf anstoße wenn ich da zum Köpfer reinspringe?
00:10:13: Und das ist eine ganz unschöne Situation, die eigentlich nur eine Partei aufklären könnte und es wäre Netflix.
00:10:21: Die könnten da ja ganz klare Verhältnisse schaffen.
00:10:25: Das machen sie halt aktuell nicht.
00:10:27: Daher rührt eigentlich das gesamte Problem.
00:10:30: Wenn ich jetzt nochmal recitieren dürfte ob ich dich da richtig verstanden habe dass es so ist diese Aspekte der Qualitätssicherung und der Optimierung, die praktisch Teil dieser Klausel sind zu schwammig sind und dass die nicht klar genug definiert sind in dem Vertrag sozusagen, was genau darunter fällt.
00:10:50: Naja es gibt ja einerseits die Qualitätssicherung und Optimierung im Rahmen von der laufenden Produktion.
00:10:56: das hieße jetzt der Matty würde etwas einsprechen und das optimiert man dann im Laufe dieser Produktion.
00:11:03: Das ist so.
00:11:03: der eine Punkt wo ich sage das kann ich nachvollziehen als Unternehmen Ich möchte gerne ein optimales Ergebnis haben Passe da ein bisschen an.
00:11:13: Aber dann ist ja auch die Frage, ich kann ja auch das was sich in einer Produktion sammeln künftig für eine ganz andere Produktion oder für einen ganz anderen in einem ganz anderen Kontext verwenden und dass eigentlich das wo die Bauchschmerzen herkommen weil man da nicht genau weiß wie damit wirklich umzugehen.
00:11:30: es gibt juristische Auslegungen Die Netflixer sehr weit gehen verpflichten würden sogar so weit gehen das ich sagen würde Ich glaube nicht, dass Netflix das gewollt hat.
00:11:41: Und ich glaube auch nicht, wenn man es jetzt als objektiver Tritter versucht auszulegen was da von den Parteien gewolltest ist, dass man unbedingt zu diesem Ergebnis kommen muss und deswegen bin ich mir noch nicht sicher, dass Gerichte so entscheiden werden.
00:11:55: Deswegen gibt's halt eben diese Unsicherheit.
00:11:57: Diese Unsicherkeit könnte Netflix ganz einfach auflösen indem sie es klar regeln würden?
00:12:04: Das machen Sie nicht!
00:12:05: Das ist eigentlich ein bisschen das Grundproblem.
00:12:08: Wir haben eine sehr große Unsicherheit und nur eine Partei, die diese Unsicherkeit auflesen könnte aber sich dazu nicht klar positioniert.
00:12:16: Martin möchtest du dann noch darauf eingehen?
00:12:19: Ja das ist eigentlich so ganz gut zusammengefasst dass wir eben auch das Gefühl haben wir kommen da gar nicht mehr ins Gespräch miteinander.
00:12:24: also es wird einfach darauf beharrt es soll so sein und das Verrückte ist eben wir sind ja in Europa also Deutschland ist ja nicht das einzige Land was damit zu kämpfen hat dass auf einmal dieser Verträge mit dieser KI-Klauser auf dem Tisch liegen.
00:12:37: Wir haben natürlich sehr gut Kontakt untereinander.
00:12:40: Es gibt bei den Nachbarern die UVA, United Voice Artists und zum Beispiel die Gewerkschaften in Frankreich, die haben das komplett abgelehnt.
00:12:48: Und zwar einstimmig... Das heißt, also in Frankreich wird zum alten Vertrag weitergearbeitet und die treffen sich immer wieder zur Verhandlung.
00:12:56: Und dann möchte Netflix gerne die KI-Klausel da eben auch drin haben.
00:12:59: sollen die nicht wollen wir nicht?
00:13:01: Und die Studios haben sich dort auch an deren Seite gestellt weil sie gesagt haben ja wenn wir dem zustimmen und es wird bald alles auf die amerikanischen Server hochgeladen Dann wird dort irgendwann synchronisiert und dann können wir hier in Frankrich alles zusperren was uns in Deutschland ja dann wahrscheinlich auch irgendwann heimsuchen würde.
00:13:18: Je mehr wir einfach abgeben in die Hände eines Konzerns, der sich das zu eigen macht und eben auch die entsprechenden Patente im Laufe der Zeit sich zugelegt hat um damit technisch zu arbeiten dann frage ich mich was muss denn noch passieren dass wir es verstehen dass wir hier eigentlich aktiv ausgeblutet werden?
00:13:39: Und das möchte ich als kunstschaffende Person in diesem Land in dieser Branche ganz gerne verhindern.
00:13:44: aber Gesellschaftlich möchte ich hier gerne mit aufrütteln, weil es uns alle betrifft.
00:13:51: Also diese Modelle die wir dort mittrainieren sind also eine wunderbare Plattform für Missbrauch ja?
00:13:58: Diebfakes stimmen einfach als Waffe genutzt werden sozusagen dass man Menschen damit beeinflusst das man gar nicht herweiss wäre.
00:14:07: ist das jetzt Mensch, kein Mensch.
00:14:09: Wer redet mit mir?
00:14:11: Das trainieren wir auch alles mit und es ist die Frage also wollen wir das?
00:14:14: ich möchte das nicht.
00:14:15: deswegen möchte ich das auch nicht so unterschreiben.
00:14:18: Kannst du
00:14:20: vielleicht noch mal skizzieren wofür Dichter der Unterschied liegt in Frankreich und Deutschland?
00:14:25: Also was hat da praktisch den Ausschlag gegeben dass die anders mitverfahren konnten als hier in Deutschland?
00:14:34: In Frankreich haben sehr starke Gewerkschaften.
00:14:39: Die haben unterschiedliche Interessen, wie das so ist.
00:14:43: Aber die sind sich dem einen Punkt einig, dass sie das nicht wollen.
00:14:46: Sie wollen nicht dieses KI-Training.
00:14:49: Das Interessante ist auch in Spanien wurde Ewigkeiten hin und her verhandelt.
00:14:54: Und dann irgendwann wurde eine Regelung zum Output festgelegt.
00:15:00: ausgehandelt hat oder ob das Netflix dann einfach sozusagen hingeworfen hat, so dass es jetzt unser Angebot und unser letztes.
00:15:06: Und das wurde dann unterschrieben.
00:15:07: aber das war wirklich Anfang Kleinsten Kinderschuhen, also noch nicht überschaubar wo das hingeht.
00:15:18: Und ich weiß dass die Spanier sich kräftig ins Gesäß beißen, dass sie das unterschrieben haben.
00:15:22: und jetzt haben wir eben das Problem, dass in diesem Vertrag der uns jetzt vorgelegt wird eben eigentlich deckungsgleich diese spanische Klausel mit da drin ist, diese gleiche KI-Knausel.
00:15:31: Wo wir schon wissen sie ist total veraltet Sie trifft die Sache nicht mal ansatzweise im Kern weil sie nur auf den Outputter zielt und nicht auf den Input.
00:15:41: Und das macht es eben für uns so schwierig, weil eben auch hier wirklich mit Existenzen gespielt wird, weil Netflix eben auch ein riesengroßer Auftraggeber ist.
00:15:50: Also Netflix hat schon eine Marktdominanz für viele und viele haben eben so viele Serien für Netflix vertont dass sie zum Teil nur für Netflix gearbeitet haben in den letzten Jahren und stehen auf einmal jetzt ohne da und das ist ganz ganz ganz schwierig.
00:16:05: Dass also da ein Konzern.
00:16:07: Ich sag's jetzt mal als Privatmensch, Mati.
00:16:09: An unserer Rechtsordnung empfinde ich das vorbeidiktiert, was hier gemacht wird.
00:16:14: Ob das wirklich an der Rechtsform vorbei ist oder an unserem Recht vorbei ist, kann David es besser analysieren.
00:16:23: Für mich fühlt sich das nicht richtig an und wahrscheinlich gibt es Grauzonen, die noch nicht definiert sind.
00:16:30: Also grundsätzlich ist es ja so, dass auch in der Privatautonomie von Netflix liegt was Netflix eben anbietet oder auch ihm nicht anbietet.
00:16:41: Aber, auch diese Privatautonomie hat natürlich gewisse Grenzen.
00:16:45: also im Urheberrecht ist es ja schon allgemein so dass ich viel von dem was ich da mache und von den Rechten die ich da habe durch die Vertragen kann das gar nicht so sehr.
00:16:57: das Problem an der Stelle ist eigentlich eher die konkrete Marktmacht von netflix auf der einen Seite in akuten Situationen und der Umstand, dass wenn Netflix das eben durchsetzt die Gefahr besteht, dass es viele andere auch machen.
00:17:16: Also andere Plattformen, die eben synchronisieren lassen.
00:17:23: Und das ist gar nicht so leicht zu greifen rechtlich vor allem weil um's angreifen zu können man eigentlich in einer gewissen Art und Weise davon auch betroffen sein muss.
00:17:35: Und es hieß ja, ich müsste sehen ein Auges unterschreiben um dann etwas anzugreifen, um im Zweifelfall anhören zu müssen.
00:17:45: Ja du hast ja unterschrieben das heißt was damit irgendwie einverstanden?
00:17:48: Da gibt's halt verschiedene Ansatzpunkte unserer Rechtsordnung Im Datenschutzrecht.
00:17:54: wo ich jetzt herkomme ist es in dem Fall tatsächlich wenn wir sagen dass eine Einwilligung die hier stattfindet Die Frage ist überhaupt freiwillig abgegeben.
00:18:04: Der Vertrag insgesamt, also diese AOR ist ja einerseits eine Betragung von Rechten.
00:18:10: daran gliedert sich auch ne Passage zum Datenschutzrecht dran und die ist so formuliert dass es datenschutzrechtlich auf ner Einwilligung basieren sollte und da könnte man natürlich dann die Frage stellen war das denn jetzt wirklich überhaupt frei willig wenn die Person eigentlich in ihrer Lebensrealität überhaupt gar keine andere Wahl hatte als das jetzt anzunehmen?
00:18:32: und das einzige Problem ist aber, dass die Person in der Situation ist wo sie es erstmal annehmen muss um etwas dagegen tun zu können.
00:18:40: Und der zweite Ankerpunkt in unserer Rechtsordnung ist ein bisschen das Kartellrecht was ja eben eine gewisse Marktmacht eindämmen will und dort auch schranken zieht.
00:18:52: Da kommt's dann immer auf die jeweilige Marktsituation an wie die genau ist.
00:18:58: Felix macht das ja auch insofern ganz clever, weil die auch so ein bisschen einerseits sagen liebe Studius ihr müsst es vorlegen und schicken dann die Studios vor.
00:19:07: Die ist dann den Leuten unterbreiten müssen und es macht es nicht unbedingt so viel leichter... ...die ganze Sache zu greifen und dann noch den richtigen Adressaten zu treffen.
00:19:16: Aber letzten Endes kann man jetzt jedenfalls in Deutschland auch gar nichts sagen dass die Studios da so unbeteiligt sind.
00:19:23: Weil sie einen Vertrag vorlegen von dem Man annehmen kann, dass er in der konkreten Form hier halt ausgestaltet ist.
00:19:31: Problematisch ist und da ist es nach meinem Kinderstand so das die Studiers aber alle geschlossen mitmachen.
00:19:38: Die rechtlich ist...
00:19:39: Das dient nicht für Netflix Arbeiten ja?
00:19:41: Genau!
00:19:42: Die arbeiten eigentlich alle damit und das macht uns ja auch so traurig weil wir uns da so allein gelassen fühlen.
00:19:48: Und deswegen jetzt halt rechtlich gar nicht so einfach einzuhägen, weil's eine sehr komplexe Situation ist.
00:19:53: Wir sind auch nach wie vor damit beschäftigt, das aufzuarbeiten.
00:19:57: Was ganz klar ist wir werden in Datenschutzbeschwerden erheben.
00:20:01: die arbeiten wir gerade noch aus für den VDS und alles Weitere wandelt sich auch situativ immer nach aktuellem Tagesgeschehen.
00:20:12: Vielleicht ganz kurz nochmal zu dem was Matti zu Frankreich ausgeführt hatte.
00:20:17: es wird ja hierzulande argumentiert dass die Lösung die jetzt mit der Klausel, die hierzulande jetzt da steht.
00:20:25: Das optimalste wäre oder das maximalste wäre was raus zu holen war mit Netflix also dass ich zum beispiel netflix einfach nicht auf bestimmte faktoren einlassen wollte wie zb höherer grad an freiwilligkeit oder auch das zum beispiel besser zu entlohn.
00:20:42: und in frankreich war dann aber praktisch der druck der entstanden ist durch die Gewerkschaften so groß, dass Netflix dann doch einklicken musste.
00:20:51: Was hierzulande nicht passiert?
00:20:53: Oder warum ist praktisch immer noch die Situation, dass netflix sich gar nicht einlassen will und man dann eben halt irgendwie davor steht das man sagt Dann können wir gar nicht mehr für netflix arbeiten.
00:21:06: Frankreich ist einfach niemand eingeknickt.
00:21:08: Also Netflix möchte gerne weiter genau das, was sie wollen und die Gewerkschaften vertreten halt ihre Schäfchen sehr gut und sehr dominant und sagt dann lieber kein Vertrag als so ein Vertrag wo wir nicht wissen wo es hingeht.
00:21:23: Und deswegen finde ich schon gut, wenn dann einfach eine Gewerkschaft sagt, nee der Vorhang bleibt unten und niemand kommt hier in irgendeine frische Theke.
00:21:31: Sondern es bleibt einfach alles wie's ist.
00:21:34: und wenn niemand unterschreibt und wenn jemand sagt, wie gut das machen wir jetzt?
00:21:39: Dann müssen die ja trotzdem weiter arbeiten!
00:21:40: Wir haben bisher die letzten Jahre – die letzten fünfzehn Jahre wirklich großartige Sachen mit Netflix gemacht.
00:21:48: Wir haben großartig Serienfilme, das war eine super Zusammenarbeit.
00:21:53: und dann kann man auf einmal das und ich glaube Sie wollen an dem Punkt einfach sehr dominant unbedingt im Markt jetzt die ersten sein, was ganz Neues machen.
00:22:03: Anders kann ich es mir nicht vorstellen weil sonst hätten sie auch nicht die Patente sich zugelegt.
00:22:07: Und vor allen Dingen, es wird immer so argumentiert das ist doch für die gute Sache sei.
00:22:11: Also sei da eine Naturkatastrophe passieren wenn wir das nicht machen.
00:22:15: Die gute Sache dahinter das verstehe ich eben auch nicht ganz.
00:22:18: also welche gute Sache soll das denn sein?
00:22:20: Es wird natürlich kostengünstig Also quasi Text-to-Speech.
00:22:24: Dann kann also jeder irgendwie was einlesen und dann wird das irgendwie mit dem richtigen Charakter, so mit meinem Charakter oder vielleicht wenn David jetzt da mal auch als Sprecher sich verdingen würde wäre auch ein bisschen sein Charakter mit drin oder deiner wär eben auch mit drin.
00:22:37: und dann gibt's dann ein lustiges Potpourri Und dann kann sich jemand irgendeinen Inhalt ausdenken und dann dann spricht dass die Person dies vielleicht gar nicht gibt, weil sie synthetisch ist.
00:22:47: Also mein Horrorszenario ist das in zwei drei Jahren ich von einem Audio-Chatbot angerufen werde und der sagt mir dann auf einmal welche Partei ich wähle und er redet und spielt eigentlich genauso wie ich dass ich fast erschrecke.
00:22:59: Könnte es jetzt vor Gericht nicht nachweisen?
00:23:02: Weil das ist natürlich sehr schwer nachweisbar.
00:23:04: Weit Ich weiß David wenn ich da Mist erzähle, dann stopp mich!
00:23:09: Ist es wohl sehr schwierig das überhaupt nachzuweisen.
00:23:13: Ja, das ist eine technische Frage was den Nachweis angeht und Wir können ja nur damit arbeiten.
00:23:21: Was wir lesen und was uns Experten aus dem Bereich dazu mitteilen Und nach allem was wir da zu aktuell wissen ist es mit dem nachweis auf jeden Fall nicht gesichert.
00:23:33: möglich Ist auch eigentlich gar nichts überraschend.
00:23:36: Es gibt auch sogenannte KI-Detektoren in ganz anderen Bereichen die aufspüren sollen, dass ein bestimmter Text von einem LLM kommt oder ähnliches und selbst das funktioniert ja auch überhaupt gar nicht.
00:23:49: Also die Angaben, die es dazu gibt sind halt eben nicht wirklich verlässlich.
00:23:53: insofern ist es in dem Kontext auch gar nichts überraschend.
00:23:57: Die einzige Ausnahme ist natürlich... ...dass es völlig unverkennbar ist also dass man genau hört okay da ruft mich jetzt der Matty an oder das eine künstliche.
00:24:09: das ist ein künstlicher Klon und es hört einfach jeder.
00:24:12: Und dann ist man natürlich an einem Punkt, wo man sagt okay gut da brauchen wir jetzt nicht mehr darüber reden.
00:24:16: aber jenseits von diesem Bereich ist es halt technisch derzeit nicht nachweisbar und damit müssen wir halt umgehen.
00:24:24: könnte man vielleicht auch als Kritikpunkt.
00:24:26: also es wäre jetzt ein Gedanke den ich immer mal wieder so durchspinne die KI hat ja gerade ich sage jetzt mal gegen über eine Suchmaschine die Qualität dass sie auch ein eigenes Gedächtnis hat zum Beispiel Material eingespeist wird, wie zum Beispiel Sprachaufzeichnungen vom Mati.
00:24:41: Dass diese KI das nicht wieder vergisst und dass wenn auch zum Beispiel das erst mal nicht für solche Zwecke genutzt wird, wieder mit direkt irgendwie ein synthetisches Abbild von Matis Stimme zu generieren – ist das Material aber trotzdem im System?
00:24:54: Die KI kann es auch nicht vergessen!
00:24:56: Und wenn es einmal im System der KI ist, wird das vielleicht auch irgendwann so etwas so undurchschaubarem und derartigen Vernetzung dass man dann praktisch das gar nicht mehr kontrollieren kann, weil es etwas Größeres geworden ist.
00:25:10: Und dadurch dann praktischen Output generiert wird, wo man sagt da sind vielleicht dann zehn Prozent oder zwanzig Prozent noch mit drin.
00:25:16: aber letztendlich ist es gar nicht mir eindeutig faktisch wieder nachvollziehbar und darauf zurückbezieber.
00:25:21: Ganz genau!
00:25:22: Das ist ja auch die Schwierigkeit überhaupt auch bei anderen künstlichen Intelligenzen durchs Netzgeistern, dass sie eben auf Sachen zurückgreifen.
00:25:31: Was ist denn diese Erinnerung, die da ist und auf was greift die Erinnerungen zurück?
00:25:35: Das wird ja noch alles eingespeist.
00:25:37: Es ist kein exklusiver Topf, den nur eine gewisse Elite bespielt, sondern das Netz wird von allen gespielt!
00:25:45: Die Frage ist eben auch, was ist der nächste Schritt?
00:25:47: In der Schauspielzumpf ist es ja auch schon so dass Menschen abgescanned werden mit sechzehn Kameras und komplett.
00:25:55: Sodass sie irgendwie mittlerweile irgendwo reingekiet werden als Kompase da hinten die Tür auf und zu macht oder irgendwie sowas.
00:26:01: Es sind eben auch alles Kleinstdarsteller Jobs wo Menschen damals eben auch zum Film reinkamen.
00:26:08: das war eben auch manchmal so ein Sprungbrett reinzukommen Das fällt dann alles weg.
00:26:12: also was wächst denn da überhaupt nach?
00:26:14: Wir sind, glaube ich gerade auf einer Türschwelle in einen Raum rein.
00:26:20: Wo ich jetzt mal ganz zugespielt sage, gnaden uns Gott wenn wir das außer Kontrolle geben.
00:26:26: Wir gucken was das anbelangt dass wir die Kontrolle behalten und nicht die Kontrollen etwas abgeben was eben unkontrollierbaren irgendwo endet.
00:26:35: David, wenn wir jetzt nur mal rein theoretisch davon ausgehen würden... dass man etwas vertraglich gefunden hat, was klarer definiert ist.
00:26:42: Wo auch immer argumentiert wird das dann Netflix ja praktisch eine Darlegung.
00:26:47: Wenn man dann zum Beispiel sehen würde, dass es dazu käme, dass z.B.
00:26:52: synthetische Stimmen oder Stimmklone doch entstehen und Netflix dann praktisch vor Gericht steht und einen Vertragsbruch angelastet würde ... Und wenn Netflix diese Darlegungspflicht hätte, ist es da wieder überhaupt möglich?
00:27:07: Dass man sagen könnte okay ja jetzt legt ... Netflix auch komplett alle Daten auf den Tisch.
00:27:13: Also zu hundert Prozent oder bestimmte Data nicht immer noch eine Gefahr, dass man sagt, man kann eigentlich gar nicht richtig von außen in das System von Netflix reingucken und jetzt sagen ist es wirklich alles was sie gesammelt haben KI-technisch also wie groß wäre da die Sicherheit?
00:27:27: Oder eben auch Unsicherheit?
00:27:29: Bei einer KI ist es grundsätzlich so ich habe einen gewissen Korpus an den Trainingsdaten Und diesen Korpuss kenne ich im Grunde.
00:27:36: Denen kann ich auch auditieren ... und kann nachvollziehbar machen, was da reinfließt.
00:27:42: Schwierig wird das eigentlich vor allem deswegen... ... weil dieser Korpus typischerweise ziemlich groß ist.
00:27:49: Und darüber kann ich schon nachvollziehen, was in eine KI einfließst beziehungsweise die Basis von irgendwelchen Trainingsvorgängen ist.
00:28:01: Wenn ich das zu Grunde lege dann kann ich darüber schon sagen okay wenn etwas Teil des Trainings Vorgangs ist kann man schon sagen, Netflix hätte dann darzulegen dass bestimmte Inputs im Rahmen des Trainings nicht weiter eine Modell verhaftet sind oder irgendwie nach der Trainingsphase nicht mehr in einem Modell vorhanden wären.
00:28:27: Der klassische Schnitt ist eigentlich was das Teil der Trainungsdaten und was es eben nicht.
00:28:33: Das wäre so der Punkt wo man das relativ klar definieren kann?
00:28:37: Hätte
00:28:37: man denn auch rein technisch gesehen die Möglichkeit dann wirklich festzustellen im Netflix-System, sage ich jetzt mal.
00:28:44: Dass sie dann alles wirklich offen legen aus dem System also... Man denkt immer Netflix ist ein riesiger Tech-Konzern der so eine hohe technische Dominanz praktisch hat und teilweise halt diese ganzen technischen Prozesse gar nicht so richtig transparent sind dass man das sicherstellen könnte.
00:29:02: für das was du gerade argumentiert hast dass man da Rekordpläten verläufer hat?
00:29:08: Bis zu einem gewissen Punkt sicherlich schon.
00:29:10: Man kann das ein Stück weit auditierbar und nachvollziehbar machen, und man kann auch einfach eine gewisse Last verteilen indem man ganz klar regelt, dass Netflix diese Last trägt.
00:29:21: und dann ist es eben gerade die Aufgabe des Konzerns selber dieser Darlegungs-Unbeweislast zu erbringen an dieser Stelle.
00:29:31: Und wie Netflix das macht, ist dann erstmal auch ihre eigene Aufgabe.
00:29:35: Das müssen die sich dann fragen?
00:29:36: Wie machen sie das eigentlich auditierbar?
00:29:38: Vielleicht können Sie es nicht an allen Stellen und wollen es vielleicht gar nicht an alle Stellen machen... ...und was ja auch denkbar ist dass sie sagen wir wollen uns aber auch gar nicht so tief in die Karten schauen lassen und halten deswegen an der Regel fest die gewisse Unklarheiten hat.
00:29:54: aktuell also auch das ist denkbar.
00:29:57: Um das wirklich herauszufinden müsste Netflix eigentlich mal mit den Betroffenen sprechen.
00:30:02: Und das komische finde ich halt, dass also genau an dieser Regelung... Also entweder ich unterschreibe und ich bin im Club oder ich unterscheibe nicht und kann sozusagen gar nicht mehr rein, also werde gleich der Tür verwiesen.
00:30:13: Das heißt warum macht man nicht okay freiwillig?
00:30:19: Wer das möchte wird dann auch vergütet, der kann nebenbei noch KI trainieren.
00:30:23: aber warum wird das von allen Verlangt.
00:30:25: Also warum ist das Grundbedingungen?
00:30:27: In jeder Telefonwarteschleife kann ich selbst sagen, Ich möchte nicht dass mein Gespräch aufgezeichnet wird und hier wird es mir aber abverlangt.
00:30:33: also Warum?
00:30:35: Und das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
00:30:38: Warum soll die Grundbedienung für meinen Arbeitsvertrag sein Dass ich die KI speise?
00:30:44: und warum ist es nicht auf Freiwilligkeit?
00:30:46: Das muss doch irgendeinen Grund haben.
00:30:48: Und warum redet man mit uns auch nicht?
00:30:50: Und warum wälzt man das alles über die Studios ab und die Studios müssen dann sich kümmern.
00:30:54: Was willst du denn nicht sprechen, okay ja schade.
00:30:56: Ja dann macht's jemand anders.
00:30:58: Ja, dann macht es jemand anders!
00:30:59: Das heißt ich bin da irgendwie eine fette Rolle los oder einen Schauspieler den seit Ewigkeiten spreche.
00:31:04: In meinem Fall ist Jason Momor der Jason-Momor Film Der von Netflix synchronisiert wird, der jetzt wahrscheinlich irgendwann Sommer oder Herbst rauskommt.
00:31:14: Gerald Butler spielt da auch mit aber wird eben auch nicht von Tobias Guckert gesprochen weil er unterschreibt das auch nicht.
00:31:19: Also du wirst Jason dann nicht sprechen?
00:31:21: Da
00:31:21: werde ich Jason Momoa nicht sprechen und das bricht mir natürlich das Herz, weil ich den seit Ewigkeiten spreche.
00:31:26: Die Frage ist eben auch wenn das Schule macht, denn ist das bald ja neue Standard?
00:31:31: Jetzt habt ihr das eben sehr deutlich angesprochen, dass es einfach momentan so das Problem ist, dass Netflix da scheinbar auch einfach nicht weiter mit sich reden lassen will und dass jetzt an Netflix praktisch wäre die Gesprächsflanke wieder stärker zu öffnen.
00:31:44: Und eben auf euch vor allen Dingen auf synchron schauspielende wie dich Mati zuzukommen.
00:31:49: Jetzt ist es halt noch mal vielleicht perspektivisch die Frage wo wir beide dann nochmal darauf eingehen können ohne irgendwie genau rechtliche Paragrafen oder so praktisch schon auszufomulieren.
00:31:59: Wie ist es denn jetzt perspektivisch gesehen?
00:32:01: Was kann man noch machen, wenn es halt einfach so bittererweise so ist dass so ein riesiger Konzern wie Netflix schier einfach nicht bereit ist solche Zugeständnisse zu machen und einfach weiter auf seiner Position beharrt.
00:32:14: das er sagt entweder ihr unterschreibt das oder ihr seid arbeitslos.
00:32:17: was bleibt da noch?
00:32:18: wie siehst du jetzt auch deine Perspektive am horizont?
00:32:20: macht ich vielleicht erst mal
00:32:21: ja.
00:32:22: also mein punkt wäre definitiv zu schauen, was haben andere Länder bisher gemacht.
00:32:27: Also in Mexiko war das ähnliche Beispiel.
00:32:30: da ging es um Anime-Synchron aus Südkorea.
00:32:33: Da hatten ein anderer Streamer mit KI gearbeitet und die Szene dort ist wirklich aufgestanden hat gesagt Das wollen wir nicht, wollen wir auf keinen Fall.
00:32:41: Und Mexiko hat dann eben Synchron dort zum Kulturgut erklärt also damit Ein Schutzmechanismus in Gang gesetzt.
00:32:49: Es ist ein Gesetz in der Erarbeitung, und ich glaube entweder schon beschlossen oder wird noch beschlossen.
00:32:57: als biometrische Daten mit so zu mir gehören, dass ich auch an dem Punkt geschützt bin.
00:33:01: Das heißt also man kann mir das nicht einfach so abverlangt.
00:33:04: Das heisst meine Stimme oder mein Wesen ist noch ganz anders geschützten.
00:33:07: in Japan ist auch die Synchronbranche ganz andersgeschützt worden oder überhaupt die Stimme und die Zunft der Sprechenden anders geschifst worden.
00:33:16: es gibt also Möglichkeiten Und wir haben für meinen Gefühl in Deutschland das Problem.
00:33:22: Also wenn wir im Abgeordnetenhaus in Berlin sind, dann heißt es immer, naja das ist Sache für den Bund.
00:33:26: Aber eigentlich Sache für Europa.
00:33:28: Ich klar brauchen wir da eine europäische Regelung.
00:33:30: aber ich finde eben auch als Standort also auch... nationales Kulturgut auch die Sprache.
00:33:38: Und ich möchte eben nicht, dass unsere Sprache aus Amerika ferngesteuert wird.
00:33:42: also ich finde eben auch zum Schutz unseres kulturgutes Sprachen und Spiel bräuchte es da Regelungen.
00:33:49: und da würde ich mir wahnsinnig wünschen das da was passiert?
00:33:53: Dass wir geschützt werden, dass wir nicht als Freiwill zur Verfügung stehen Das ist meine persönliche Haltung.
00:34:00: Inwieweit das jetzt Traum-Zauberbaum ist, weiß ich nicht.
00:34:02: Das kann David wahrscheinlich besser darlegen?
00:34:06: Ich würde sogar noch mal einen Schritt weiter zurückgehen weil das Problem eigentlich noch viel größer ist als nur in der Synchronenbranche wo wir es jetzt diskutieren werden.
00:34:16: den letzten Wochen Zeitung gelesen und hat gelesenes Facebook jetzt die eigenen Mitarbeiter noch umfassender überwacht und Erkenntnisse daraus in KI Modelle einfließen lässt.
00:34:29: Und generell ist es in der Wirtschaft ein allgemeiner Trend, Daten getriebener Unternehmen eine gute Datenkundlage zu haben um die eigenen Abläufe im Unternehmen weiterzuoptimieren.
00:34:43: Diese Datenkundlage sind eigentlich immer irgendwelche Daten an irgendwelchen Dingen hängen, die Mitarbeiter machen und wir müssen uns als Gesellschaft überlegen wie wir damit umgehen wollen weil auf dieser Kundlage vieles ermöglicht wird, was dann den Leuten die da eigentlich ihre Arbeit erbringen auf die Füße fällt und sie in der Situation sind entweder ich gehe jetzt nicht mehr meine Arbeit nach oder wenn ich es tue wirklich so ein bisschen an der eigenen Abschaffung mit.
00:35:15: Und das ist halt sehr scheibchenweise und dadurch dass es so schreibchenweise passiert auch umso schwieriger sich dagegen zu wehren.
00:35:24: Das Scheibchenweise sehen wir jetzt zum Beispiel auch der Synchronbranche.
00:35:27: Da haben ja die Betroffenen Angst, wenn es mit Netflix durch ist und einfach alle mitmachen würden, dass da die nächste Plattform Ankäme ähnliche Klauseln vorsehen würde etc.
00:35:41: Und je später man sich auf die Hinterbeine stellt, desto schwieriger wird das doch effektiver Widerstand zu leisten für die Betroffene.
00:35:51: Es sind gesellschaftliches Problems, glaube ich insgesamt als Gesellschaft in Europa auseinandersetzen müssen und für uns überlegen wollen, wo soll die Reise hingehen?
00:36:04: Nehmen wir das alles hin.
00:36:07: Wohin gehen die Daten?
00:36:08: Gehen sie in die USA?
00:36:09: Geh'n die nach China?
00:36:10: bleiben die in Europa?
00:36:11: kann es überhaupt einen Unterschied für die einzelnen Betroffenen machen?
00:36:15: wie wollen wir uns da denn eigentlich positionieren?
00:36:18: weil an dieser Frage die gesamte wirtschaftliche Ausrichtung bei uns in Europa hängt.
00:36:25: Die Frage ist so groß zugleich, dass darauf auch die Politik nur ganz högerlich bereit ist, Antworten zu geben und die Fragen werden aber immer dringender und dadurch das immer weiter aufgeschoben wird sich damit wirklich auseinanderzusetzen.
00:36:43: es ist immer schwieriger eine effektive und starke Antwort darauf zu geben Und das ist eigentlich ein Kernproblem an der Stelle.
00:36:51: Im konkreten Fall muss man auch ganz ehrlich sagen, die effektivste Antwort darauf können vielleicht nicht mal die Betroffenen Sprecherinnen und Sprechern geben.
00:37:02: Sondern vielleicht sogar diejenigen, die die Produkte konsumieren.
00:37:06: Will ich in Zukunft Produkte consumieren?
00:37:08: Die künstlich entstehen oder will ich weiter irgendwelche Originale sehen?
00:37:14: Das ist eine Frage, die dann tatsächlich auch irgendwann ein gewisser Markt beantwortet wo wir schauen müssen, wo wir hinsteuern tatsächlich.
00:37:24: Wir sollten schon jetzt uns vor Augen führen dass es nicht der letzte Fall sein wird.
00:37:28: das heißt auch gar nicht, dass man per se technologiefeindlich sein muss und die Einführung neuer Technologien immer nur kritisch sehen muss.
00:37:37: oder aktueller lesen wir auch viele in den Zeitungen über Regulierung.
00:37:42: zu viel Bürokratie in Deutschland Europa Unternehmertuben mit erschwert.
00:37:49: Mir ist es da einfach wichtig, nicht zu pauschal in dem zu sein wie wir da Dinge betrachten sondern zur differenzierten Lösung zu kommen Bürokratie auch wirklich abzubauen wo sie einfach hinterlich ist.
00:38:01: In unserem Voranschreiten die Mensch auch einfach im Wege steht und vielleicht auch gar keinen so großen praktischen Nutzen stiftet.
00:38:10: aber umgekehrt den mensch nicht vor den fahrenden Zug zu werfen und sagen okay wir der regulieren jetzt hier Ihr müsst dann halt mal gucken, wo ihr bleibt und wir schauen mal was danach noch übrig ist.
00:38:22: Das ist ein ganz schwieriger Spagat eine ganz wichtige Aufgabe für die Politik aktuell.
00:38:29: Ich glaube allzu lange wird man sich dem auch gar nicht mehr entziehen können.
00:38:33: von seitender Politik.
00:38:34: Man wird Antworten auf diese Fragen liefern müssen Und diese Antworten sollte man eben mit den Betroffenen diskutieren Auch bestimmte Grenzen setzen.
00:38:45: Im Fall von Stimme heißt es zum Beispiel auch, warum brauchen wir denn synthetische Stimmen?
00:38:50: Wo fällt denn der Nutzen von synthetischen Stimmen an?
00:38:55: Heißt das eigentlich dass wir synthetischer Stimmen allgemein schlecht finden müssen.
00:39:01: Vielleicht gar nicht mal so unbedingt wenn ich ehrlich bin gibt bestimmt legitime Anwendungsfälle aber Wir müssen uns dabei halt auch immer vor Augen führen, dass diese synthetischen Stimmen letztendlich immer ein Abbild von realen Menschen sind die in ein solches System eingeflossen sind.
00:39:18: und da müssen wir uns überlegen, wie wir damit umgehen wollen.
00:39:21: Und wo wir das irgendwie okay finden?
00:39:22: Wo wird es irgendwie nicht ok finden?
00:39:25: Ob wir vielleicht nichts sogar unkehrt eher wollen, dass Stimmen auch wieder an realen Menschen zurückkoppelbar sind.
00:39:32: Dass wir diese Diffusion nicht einfach auch ein Stück weit ablehnen weil wenn wir große Datenmengen in Modelle reingeben ist natürlich schon immer so jeder einzelne nur einen relativ begrenzten Beitrag zu diesem Modell geleistet hat, aber das Modell oder Modelle allgemein sich halt eben aus einem Mosaik dieser einzigen kleinen Beiträge zusammensetzen und es natürlich auch eine ganz eigene Leistung ist diese Modelle zur Entstehung zu erbringen.
00:40:02: Das muss man ja gar nicht leugnen.
00:40:05: Aber sie bauen doch eben auf Dinge auf die andere Leute vorher gemacht haben Und wir können da keinen kompletten Wohlstandsransfer als Gesellschaft hinnehmen und alle Leistungen, die wir als Gesellschaft irgendwo erbracht haben.
00:40:21: Dann in diese Modelle reingießen und sagen okay das ist jetzt unsere Zukunft alles Modell gesteuert.
00:40:29: Danke dass ihr eure Beiträge geleistet habt Das ist es jetzt.
00:40:35: Ihr seid jetzt raus.
00:40:38: Das wäre irgendwie glaube ich eine sehr dystopische Zukunft, die wir so nicht wollen.
00:40:43: Natürlich!
00:40:43: Klar wenn wir jetzt sagen wir wollen es nachvollziehbarer machen dann ist das natürlich auch alles in der Form von Regulierung und steht in einem gewissen Spannungsverhältnis zu diesem... Wir wollen eigentlich ein bisschen unbürokratischer sein, ein bisschen agiler sein in Deutschland, in Europa was ich ja auch für sehr richtig finde.
00:41:03: nur können wir halt nicht unbürokratisch auf Kosten dritter sein
00:41:07: oder den falschen Stellen regulieren, oder nicht regulieren.
00:41:11: Bei dem Thema Endbürokratisierung und Deregulierung und Regulierung neuer Phänomene würde ich vielleicht ganz gerne auch noch mal eine Differenzierung aufmachen.
00:41:22: Ich nutze privat eine App die liest mir alles vor was ich da so reingebe.
00:41:28: es sind bei mir wissenschaftliche Paper im Wesentlichen rechtswissenschaftliche Aufsätze und die kann ich mir dann eben anhören wenn ich joggen gehe oder ja, wenn man halt eigentlich gerade nicht die Hände frei hat aber den Kopf frei hat und sich gerne was anhören würde.
00:41:44: Ich bilde mir da ein, dass ich es damit dem Mathi nix wegnehme weil der Mathi, der würde jetzt nicht anfangen wissenschaftlicher Paper zu vertonen.
00:41:52: Ich will eigentlich das sowas auch in Zukunft noch möglich ist.
00:41:57: Ich will eigentlich nicht das jetzt ein kleiner App-Entwickler, der da eine Idee hat.
00:42:01: Hey man könnte es doch irgendwie so machen und das so programmieren und dann wird es so
00:42:06: vorgelesen.".
00:42:07: Und so ist dann der Redefluss bei bestimmten PDFs etc.
00:42:11: pp.,
00:42:12: weil's funktioniert wirklich sehr gut muss man sagen!
00:42:15: Ich will dem eigentlich keine Hürden in den Weg legen dass er seine Ideen nicht umsetzen kann.
00:42:20: Soll der bitte machen?
00:42:21: Das ist ganz wichtig für uns in Europa dass wir da clevere Leute haben, die die neuen technischen Möglichkeiten auch gut nutzen und sinnvolle Produkte machen.
00:42:31: Und ich glaube davon nehmen wir niemandem was weg!
00:42:35: Ich werbe nur aber auch für eine Differenzierung zwischen dem kleinen App-Entwickler der jetzt im Vorfeld vielleicht gar nicht die notwendigen Leute ansprechen kann, entsprechende Stimmeaufnahmen machen können das alles auch in ein Modell gießen kann unter einen riesigen bürokratischen Aufwand erbringen kann um seine App überhaupt an den Markt zu bringen.
00:42:55: Aber der Fall, von dem wir hier gerade reden bei einem VDS und den Sprecherinnen und Netflix liegt halt ganz anders.
00:43:02: Da haben wir einen großen weltweiten Player, der das eben schon alles könnte – und auch in Zukunft kann!
00:43:09: Denen können man auch regulatorisch ungleich stärker belasten und ihm aufgeben, entsprechende Sicherungen vorzunehmen und entsprechenden Dinge nachweisbar zu machen z.B.nachweisbar Hey, was ist denn eigentlich in deinem Modell reingeflossen?
00:43:23: Wie hast du das denn eigentlich trainiert.
00:43:25: Also dass der auch einfach in Zukunft gewisse Dinge offenlegen muss wie gewisse Modelle entstehen.
00:43:32: Das ist natürlich auch ab einem gewissen Punkt ein Konflikt mit Geschäftsgeheimnissen und natürlich wollen wir jetzt nicht nur vollständig durch leuchtbare Unternehmen haben aber wir wollen schon einen Punkt haben wo Leute nachvollziehen können was mit den Sachen passiert ist die sie im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses oder im Rahmen einer Zusammenarbeit gemacht haben und was, wie die weiterverwendet wurden.
00:43:57: Wir haben da heute im Datenschutz schon ein Auskunftsrecht wo man diverse Dinge auch nachfragen kann Und das ist ein ganz wertvolles Instrument an dieser Stelle.
00:44:09: Da müssen wir auch aufpassen dass wir solche Instrumente, die wir punktuell schon haben in Zukunft nicht beschneiden und wir sollten uns überlegen ob wir wirklich schon den optimalen Instrumentenbaukasten haben oder ob wir in der einen oder anderen Stelle eben noch ein bisschen nachlegen müssen.
00:44:26: Die Idee bei so einem App-Entwickler, der sich hier hochwissenschaftlichen Texte, das ist jetzt also ob das jetzt die Juristerei anbelangt oder ob das andere wissenschaftliche Texte anbelankt, die zum Teil ja auch so hochaktuell sind dass es sehr schwer wäre wenn man da gar nicht drin steckt in dem Thema das jetzt so zu lesen, dass es auch Sinn ergibt Es könnte ja so sein, dass der App-Entwickler sich an Agenturen windet.
00:44:50: Wo ich dann weiß... Ich möchte ganz gerne die Stimme von Matti haben.
00:44:53: Ist denn Matti ein Sprecher, der für sowas seine Stimme freigeben würde?
00:44:57: So!
00:44:57: Das kann man doch klarktieren.
00:44:59: Da kann ich auch sagen okay, ich gebe meine Stimme dafür her und jedes Mal wenn was veröffentlicht wird kriege ich halt eine Vergütung dafür.
00:45:05: Das wäre noch ein ganz gerechtes Modell das wäre nachvollziehbar und es wäre von Mensch für andere Menschen.
00:45:12: Und der App Entwickler hat auch noch etwas davon Und ich glaube, darum geht es im Kern.
00:45:16: Also dieses unkontrollierbare, unüberschaubare massenhafte Abschöpfen von allen Man könnte doch – das fand ich einen ganz guten Vorschlag Wenn jetzt so ein App-Entwickler ist der macht sowas dann kann man auch direkt die Quelle und Stimme definieren und festlegen dass da in Arbeit Verhältnis entsteht, was gerecht vergütet ist.
00:45:41: So dann kann man auch gerne an dem Punkt mit den technischen Möglichkeiten arbeiten dass ich meine Stimme dafür hergebe aber ich weiß eben auch wofür und Ich werde eben auch der für bezahlt.
00:45:51: Und auch auf der Vergütungsseite könnte man es ja schon so machen das in einer App also dieser speziellen App oder anderen Apps die ein ähnliches Geschäftsmodell haben gewisse Voice Actors hinterlegt sind und Man eine Vergütung findet die das so ein bisschen widerspiegelt.
00:46:09: Welcher Stümdarsteller ist denn da jetzt beliebt?
00:46:12: Dann kann der ja auch an dem Erfolg teilhaben.
00:46:15: Weil er ja auch mit seiner Stimme, die er dafür hergibt einen Beitrag dafür geleistet hat dass Leute diese App halt auch gerne nutzen und dann eine Stimme haben, der sie gerne zuhören während sie Joggen gehen den Abwasch machen und sich noch irgendwas anhören.
00:46:30: Es ist ein Transport von Sympathie in diesem Fall gerade bei wissenschaftlichen Sachen
00:46:36: Ja, wobei man muss ehrlich aber sagen in die app kann man auch andere Sachen reinladen.
00:46:40: also ist mein persönlicher use case.
00:46:43: Aber auch selbst wenn man andere Sachen reinladen würde da muss man natürlich fairerweise sagen der nutzer musste natürlich gucken kann ich das da rein laden dass nur sache die hängt vielleicht im Nutzer.
00:46:52: dann muss man auch sich fragen kann der app entwickler eigentlich erlauben dass man alles reinlädt.
00:46:57: okay das auch nochmal regulatorische fragen wie man sich darstellen muss.
00:47:01: aber grundsätzlich ist es ja eigentlich fair, dass ich mir aussuchen kann.
00:47:04: Hey wer liest den mir das eigentlich vor?
00:47:07: Ist doch eigentlich viel angenehmer für alle wenn ich da eine gewisse Wahlfreiheit hab und es zeigt ja auch, dass man da durchaus offen sein kann und nicht alles schlecht finden muss.
00:47:16: Man muss nur für jedes neue Phänomen irgendwie ne Regelung finden...
00:47:21: Die Leitplanken dann, dass die dann hat.
00:47:23: Ne Regelungen finden die praktisch umsetzbar sind für alle.
00:47:27: Dass niemand vor einer so großen Hülle steht, dass er sagt Ich kann das überhaupt nicht machen Da hängt regulatorisch so viel dran, auf das Feld kann ich mich gar nicht bewegen.
00:47:36: Aber gleichzeitig Sicherungen vorsehen die dann eben nicht zulasten Dritter gehen.
00:47:43: und bei KI ist natürlich die ganz große Herausforderung.
00:47:46: es gibt Modelle die werden weiterentwickelt kommen neue Fähigkeiten usw.
00:47:51: Und sofort gerade auch bei diesen Sprachmodellen fangen ja nicht bei Null an.
00:47:56: und selbst wenn wir ein Modell hätten was jetzt den Mathe sprechen würde ... dann würde das Modell auch nicht bei null anfangen und sagen okay, es ist ein Modell was einfach nur auf der Stimme von dem Mathe aufbaut.
00:48:06: Sondern grundlegende Fähigkeiten werden ja durch einen Zusammenschnitt verschiedener Spracheingaben erst mal erlernt in so einem Modell.
00:48:15: Wir brauchen da eigentlich Pipelines aus denen klar hervorgeht wo steckt denn etwas drin?
00:48:21: Und welche Vergütung muss denn jetzt hier... bei wem anfallen, weil er welchen Beitrag dazu geleistet hat.
00:48:27: Und das wäre eigentlich ein Wunschzustand für uns.
00:48:30: Da sollte man glaube ich auch nicht den Fehler machen zu sagen ja aber bei den chinesischen Modellen da wissen wir auch nicht so genau was drinsteckt und können uns nicht dagegen werden etc.
00:48:41: Wir haben einen europäischen Markt und den regulieren wir in Europa so wie wir es für richtig halten.
00:48:47: Da können wir eben halt auch Zutrittsführungen für diesen Markt definieren Und darüber sollten wir ganz dringend nachdenken in Europa, das dann eben auch zu tun.
00:48:57: Eigentlich ist was David jetzt angesprochen hat auch noch mal mit der Öffentlichkeit eigentlich so eine sehr gute Brücke.
00:49:02: zu dem letzten Punkt den ich auch nochmal ansprechen wollte es ja so ist.
00:49:06: dass ist zum Beispiel auch ein punkt den Matti und Ich im unserem ersten Podcast glaube ich aus sehr stark gemacht haben nämlich die Frage der kulturellen Wertschätzung der Synchronszene oder der Synchronkultur in Deutschland durch die Konsumentinnen und Konsumenten.
00:49:22: Und aber auch die Frage, dass dadurch vielleicht so was entstehen könnte wie ein öffentlicher Druck erzeugt wird eben zum Beispiel durch bestimmte Boykottstrebungen oder durch einen Protest, der geäußert wird.
00:49:35: Manche Stimmen sagen, dass der einfach nicht so in der Form da ist, das er ausreichen würde um Netflix dementsprechend unter Druck zu setzen.
00:49:45: Und wo man sagt, ja wir sehen das am Horizont nicht.
00:49:48: Dass das ausreicht um praktisch so hohen öffentlichen Druck zu generieren der da zum Umlenken bewegt.
00:49:55: Matti du bist da glaube ich auch irgendwie sehr stark in dem Segment.
00:49:58: einfach wie siehst Du das?
00:50:01: Da ich keine Daraufsicht habe diesbezüglich, kann ich das nicht genau definieren.
00:50:05: Aber ich kann auf jeden Fall sagen dass wir ein unglaubliches Feedback haben und dass das wahnsinnig Mut macht.
00:50:11: also was wir täglich an hunderten Zuschriften bekommen haltet durch.
00:50:16: es hat Schulhofgespräch bei uns.
00:50:17: Wir wollen nicht dass unsere Serien auch noch so klingen wie TikTok Videos und so Was ich sehr gerne nochmal unterstreichen möchte.
00:50:24: Wir haben eine Petition.
00:50:27: Wenn man einfach Google bei google eingibt Kunst vor KI dann kommt man genau auf diese Petitionsseite.
00:50:32: Wir haben mittlerweile eine Viertelmillion Unterschriften, es geht darum dass wir eben über diese geleisterten Unterschriften auch zeigen möchten wie vielen Menschen das wert ist, dass hier politische Arbeit geleistet wird, dass die Sache ernst genommen wird und eben auch wirklich die Dringlichkeit verstanden wird,
00:50:56: Also ich glaube abschließend, dass wir auf jeden Fall nochmal einige Punkte im Nachgang auch zu unserer ersten Podcast-Folge noch mal auch gewinnbringend vertiefen konnten.
00:51:05: Ich finde da sind definitiv nochmal einige Aspekte angeklungen über die es sich zu sprechen gelohnt hat.
00:51:11: deswegen war das auch glaube ich gut und dass wir uns heute nochmal zusammengesetzt haben um sozusagen auch nochmal ein Update zu liefern.
00:51:17: jetzt aber wenn natürlich keine eindeutigen befriedigenden Antworten im Raum stehen ist ganz klar!
00:51:23: Deswegen möchte ich euch beiden danken David Wagner und Mati Klemm, dass ihr euch heute die Zeit genommen habt.
00:51:29: Sehr gerne!
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