Marios Mirco Monolog: «X Factor»- Original VS. Neuauflage
Shownotes
Am 1. November ist es wieder so weit: Der alljährliche «X-Factor»-Marathon steht an – und die Mystery-Reihe gehört längst zu den erfolgreichsten Marken von RTLZWEI. Doch während der Kult um Jonathan Frakes ungebrochen scheint, bleibt eine entscheidende Frage: Gelingt es der Neuauflage, den Flair des Originals zurückzubringen? Was machte die Geschichten zwischen Gänsehaut, Trash und übernatürlichem Rätselraten einst so besonders?
Die Antwort liegt im Detail – und vor allem im richtigen Timing. Anhand legendärer Fälle wie „Der Fremde“ und „Am Wegesrand“ geht es um neblige Landschaften, unheilvolle Musik, rätselhafte Begegnungen und die Kunst, Spannung nicht einfach abzuspulen, sondern behutsam wachsen zu lassen. Auch Jonathan Frakes’ markante Moderation und die deutsche Synchronstimme von Detlef Bierstedt prägen den besonderen Ton der Reihe: autoritär und belehrend, zugleich warmherzig, mysteriös und herrlich überzeichnet - meint Mario Thunert.
Wenn aus Gänsehaut plötzlich Slapstick wird, hört der Spuk allerdings auf. Ob der kopflose Reiter oder ein geradezu außerirdisch anmutendes Flugwesen: Die Neuauflage wirft Fragen nach dramaturgischem Gespür, erzählerischer Geduld und dem Verständnis einer Kultmarke auf. Ist das nur eine andere Interpretation des Unfassbaren – oder verliert «X-Factor» dabei seine eigene Identität? Eine ebenso leidenschaftliche wie kritische Spurensuche zwischen Nostalgie, Inszenierung und Mystery, die am Ende vor allem eines hinterlässt: jede Menge offene Fragen.
Transkript anzeigen
00:00:12: Happy Pre-Halloween, Happy Halloween oder Happy Post Halloween.
00:00:19: Wann auch immer ihr diese Podcastfolge hört!
00:00:25: Heute widmet sich Marius Mikromonolog voll und ganz einer Sendung die gerade zur aktuellen Jahreszeit Hochkonjunktur erlebt.
00:00:38: Warum die Mystery Reihe um die es geht?
00:00:42: Ihr Ausnahmepotenzial aber nicht voll ausschöpft?
00:00:47: Das ist ein Rätsel, das wir gleich auflösen wollen.
00:00:53: Am ersten November ist es wieder soweit!
00:00:57: Dann wird der altjährliche X-Faktor Marathon gezeigt.
00:01:03: Quotenmäßig gehört der Marathon zu Halloween zu den erfolgreichsten RTL II Programmen überhaupt – dies bewegte den Sender sogar neue Episoden der einstigen US-Produktion herzustellen.
00:01:20: Die Autoren und Produzenten Holger Befrick und Benjamin Munz nahmen sich dem Stoff an.
00:01:28: Eine Kooperation zwischen Fricks Produktionsstudio Superrama sowie Wiedemann-und Berg entstand, Fricks Unternehmen das bisher eher Werbefilme- und Marketingkampagnen verantwortete, besaß schlicht nicht die Kapazität für eine international fiktionale Produktion wie X Faktor.
00:01:55: Also erschien der Schulterschluss mit der größteren Mystery-Affinenfirma W&B unter anderem Dark logisch.
00:02:09: Für alle Fans oder zumindest für alle Beobachter der Reihe war damit klar, durch die Rückkehr von Jonathan Frakes stand ein echter Aufschlag zu erwarten, Wenig verwunderlich war es dann auch genau so.
00:02:36: Insgesamt über eine Million Menschen, sowie sechshunderttausend vierzehn bis neunundvierzigjährige verfolgten das Frakes Comeback am einund dreißigsten Oktober.
00:02:47: zwei tausendeinundzwanzig um zwanzig uhr fünfzehn absolute Ausnahmezahlen für RTL-Zwei Verhältnisse.
00:02:59: Gerade hier zu landen scheint die Mystery Reihe also ganz besondere Energie auszulösen, die vor allem mit der speziellen ja beinah schon kruden Aufmachung der Sendung zusammenhängen könnte.
00:03:17: Mindestens genauso eigenwillig wie der Kultstatus kommt nämlich auch die Erzählform selbst daher.
00:03:24: zwischen plakativen Zwielicht, blendender Düsterkeit, ausgestellter Theatralität und pointierter Trashigkeit gelang eine rätselhafte Gruselhaftung oder gruselige Rätselhaftung?
00:03:44: Leider vermag es die Neuauflage meiner Meinung nach nicht, diese Schwingungen von damals zu reproduzieren.
00:03:53: Trotz wertiger Filmoptik und visueller Imitation des Retro-Steels gelingt das nicht den Vibe zu treffen!
00:04:05: Wie ich in meinem Artikel unfassbar.
00:04:07: X Faktor ein ungenutztes internationales Potenzial von Hängt dies auch mit einer albträumerischen Distanz zusammen, die regressiv infantile Spannungsmechanismen eröffnet.
00:04:25: X-Faktor – das Unfassbare entführte in eine ferne Umgebung, in der das Transzendentale doch noch irgendwie möglich erscheint.
00:04:36: Kompliziert intellektualisiertes Kripte, verwochene Handlungsgeflechte und vielschichtige Charakterzeichnungen sind dabei nicht vor Nöten!
00:04:48: Einfachen Konstellation.
00:04:51: Entscheidend war, wie diese Konstellations arrangiert und orchestriert wurden – und vor allem auch, wie man sie getimt hat!
00:05:05: Warum genau hier der Hase im Pfeffer liegt?
00:05:09: Und warum genau hier Defizite beim Reboot auszumachen sind?
00:05:14: Möchte ich euch nun im direkten Vergleich zeigen.
00:05:18: Dafür werde ich zunächst alte Fälle der Originalversion Und dann neue Fälle der aktuellen Variante durchgehen.
00:06:10: Also als erstes habe ich mal ausgewählt die Folge zwei, der zweiten Staffel und konkret geht es darum um den fünften Fall.
00:06:23: das ist direkt auch der letzte in der jeweiligen Folge mit dem entsprechenden Titel Der Fremde Wo's Um Den Jungen Im Wald Geht.
00:06:38: Ich finde es interessant In dem Kontext bevor ich inhaltlich einsteige, in die Filmhandlung schon mal kurz auf Jonathan Frakes Moderation einzugehen beziehungsweise sogar noch einen Schritt davor zu tätigen und die deutsche Synchronfassung zu berücksichtigen.
00:07:01: Die meiner Meinung nach auch zum großen Erfolg der Reihe in Deutschland beiträgt weil sie wirklich excellent ist.
00:07:11: Und natürlich ist da mit allen voran auch Synchronsprecher Detlef Bierstedt gemeint, der in der zweiten Staffel Jonathan Frakes gesprochen hat und was bei ihm vor allen Dingen ich sage jetzt mal nicht ins Auge sondern ins Ohr sticht und wirklich sticht Ist natürlich seine tiefe raue Stimme die aber wie ich finde immer noch so ein Sing-Sang hat und deswegen trotzdem sowas melodisch Schwingendes hat, was da irgendwie doch auch eine gewisse Sanftmütigkeit mit reinbringt.
00:07:47: Und das korrespondierte eigentlich ganz gut mit der Rolle, die diese Erzählerfunktion von Frakes eben auch einnehmen soll – nämlich dass sie natürlich irgendwie eine Autorität hat, streng ist, auch belehrt, Und dadurch bekommt das Ganze natürlich nicht so was sehr hartes, sondern transportiert immer auch noch eine gewisse Wärme und eine gewiss Bindung die da durch erzeugt wird auf jeden Fall.
00:08:19: Dieses Belehrende –was ich gerade schon mal angesprochen habe– Das wiederum kommt dann auch inhaltlich im Moderationstext zum Tragen.
00:08:30: Nämlich auch da geht es ja praktisch darum diese Rolle der Schlange zu thematisieren und den Spieß eben umzukehren.
00:08:37: Das heißt, Frakes macht ja die Gleichung auf dass es eben nicht die Schlange ist, die in unseren Lebensraum eindringt und deshalb für uns eine Gefahr darstellt sondern das wir in den Lebensraum der Schlange eindrinken.
00:08:55: Und das ist dramatisch gesehen und auch inhaltlich gesehen ne ganz wichtige Facette Die X-Faktor charakteristisch macht nämlich das belehrt wird und jeder Film auch eine Lehre ist für die Figuren, aber auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die das mit den Figuren durchlaufen.
00:09:15: Und deswegen steht am Ende eines jeden Films immer so ne Art pädagogische Schlussfolgerung wo gesagt wird, das solltest du nicht machen und so solltest Du es eher machen!
00:09:28: Ich argumentiere da nicht aus einer pädagogischen Perspektive weil ich bin natürlich kein Pädagoge Und mir ist es ehrlicherweise auch fern und das ganze irgendwie so als bildungsfern sind idealistisch zu betrachten.
00:09:40: Das will ich nicht machen, aber dass wirkt sich auf die spannungskonstellation aus und natürlich ist es irgendwie eine patriarchale autoritäre Ebene Gleichzeitig aber auch eine höhere Macht, die dafür sorgt dass Grenzen gesetzt werden irgendwie und das da etwas ist was irgendwie über uns ist.
00:10:00: Und was irgendwie Einfluss auf uns nimmt und wo wir uns so dran orientieren.
00:10:05: Das wird ja dann später tatsächlich auch in dem Film.
00:10:08: nochmal ganz wichtig dieser strenge Impetus der zieht sich dann tatsächlich auch weiter durch im Off-Commentar den dann wiederum Jonathan Frakes als auktorialer Erzähler fortführt beziehungsweise.
00:10:24: Das heißt, der Vorklub, der geleistet wird in der Anmoderation im Studio zieht sich dann weiter durch in der Überblendung und Einleitung des Filmfalls und sorgt dafür dass praktisch ein gewisses Setting was Jonathan Frages im studio gesetzt hat auf den film transferiert wird Und damit geht man natürlich auch schon nicht mehr neutral in diesem Filmfall hinein.
00:10:51: Dann gibt es ein weiteres Charakteristikum, das hier auch wiederum durch den Off-Commentar geleistet wird, nämlich dass gesagt wird ihnen eine Begegnung bevorstehen und zwar mit dem geheimnisumwobenen See.
00:11:08: Das heißt der Erzähler weiß mehr als die Figuren und eine dramaturgische Vorwegnahme, so dass wir als Zuschauer schon wissen das so eine gewisse Gefahr zu erwarten steht und am Horizont ist von der die Figur momentan noch nichts ahnen.
00:11:30: Was damit vor allen Dingen auch zusammenfällt ist so eine Gewisse-Familienidülle, die da direkt am Anfang des Films ins Bild gerückt wird.
00:11:38: Wir sehen ja quasi so einer Art Establishing Shot wo Man eine Art Herbstlandschaft so an einem Waldrand sieht, die bauen dort das Zelt auf.
00:11:50: Und ich würde sagen dass das auch so vom Schauspielstil und was dort gesagt wird, dass so extra noch überzeichnet ist, dass das eben so bewusst launig daherkommt und so bewusst verniedlicht wird diese ganze Stimmung in diesem Film.
00:12:05: Und das steht natürlich in einem krassen Kontrast mit der Erwartung, die direkt mal geweckt wird.
00:12:10: Nämlich dass gesagt wird... ...dass da irgendwie eine grauenhafte Begegnung bevorsteht für eine der drei Personen.
00:12:21: Das schafft natürlich genau ein Spannungsfeld.
00:12:24: Was ich noch wichtig finde Ich habe jetzt angehalten hier zeitliche Orientierung Dass wir es nicht ganz aus den Augen verlieren Bei Minute dreißig vierunddreißig etwa Dass man doch deutlich sieht dass sich die Erzählung Zeit nimmt, um überhaupt erst mal auch visuell die Szenerie zu etablieren.
00:12:46: Und zwar sehen wir ja, dass die drei Personen dabei sind auf der Wiese ihren ganzen Equipment was sie dabei haben das Zelt aufzubauen wie gesagt und im Hintergrund werden halt die kahlen Bäume sichtbar aber hinten auch sieht man irgendwie Waldflächen und es ist sehr diesig dort.
00:13:03: Und das ist natürlich auch schon mal von der Landschaft her sehr atmosphärisch, was dort aufgemacht wird.
00:13:10: Man hat eine Möglichkeit sich am Bild davon zu verschaffen in was für einer Umgebung sind die da überhaupt?
00:13:16: Das ist nicht so unterschätzen bei X Faktor weil meine These wird sozusagen sein dass halt die ganzen Landschaften in denen die einzelnen Geschichten spielen immer mit einer der Hauptdarsteller is'.
00:13:28: Ja, auch hier sieht man natürlich schon dass die Eltern irgendwie sehr gut gelaunt sind und insgesamt auch so eine kindliche Atmosphäre aufgemacht wird.
00:13:38: Es kündigt sich aber schon ein bisschen Die Gefahr an nämlich vor allen Dingen auch in der Musik Die fängt schon an sich so ein bisschen unterzumogeln.
00:13:47: Also man ist jetzt noch nicht auf einem Niveau wo man sagt das die musik jetzt irgendwie skaliert oder so.
00:13:53: Aber so ein diffuses Untergrundrauschen mischt sich schon unter, was man noch nicht so ganz greifen kann.
00:14:00: Wo man sagen kann ja die Atmosphäre wird so ein bisschen unterhoben aber man weiß noch nicht richtig wo läuft das hinaus?
00:14:08: Aber wir haben natürlich schon eine Information bekommen von unserem Chefsprecher Deswegen trägt es dazu beides bei uns, sich der Suspense langsam steigert.
00:14:21: Also ich bin jetzt immer noch so bei minute einund dreißigvierzig und ich halte hier jetzt nochmal an weil mir gerade aufgefallen ist, dass die Musik doch schon paar mehr Texturen hat.
00:14:31: Da werden immer mal wieder so hochgezogene Töne hörbar.
00:14:34: also irgendwie finde ich die Musik schwer zu greifen.
00:14:37: Ich finde das so diese höhere Tönen Die dann so punktuell hochgehen eine ambivalenz zwischen idyllisch schaffen aber auch einer möglichen störung was momentan ist, weil diese Höhen die heben sich ja praktisch genau ab von dem was dort gerade eigentlich berechenbar weiter laufen sollte am Boden und deshalb macht es natürlich eine Erwartung auf dass irgendwie etwas sich ändern könnte.
00:15:06: damit korrespondiert dann auch so der Aufbruch des Sohnes.
00:15:10: Der sich dann eben entschließt eine Tour durch den Wald zu machen.
00:15:15: Ja, ich halte jetzt nochmal an in sehr engen Zeitabschnitten so eine Minute fünfzig.
00:15:21: Hier finde es auch ganz wichtig dass die Kamera sich wirklich auch Zeit nimmt abzuschwenken wie der Junge wirklich immer tiefer ins Gestrip ins Geest geht.
00:15:32: natürlich macht das visuell noch mal diese Herbststimmung auf.
00:15:36: auf der anderen Seite transportiert aber auch eine gewisse Ruhe.
00:15:40: Das heißt, wir schlagen hier praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe.
00:15:44: Also einmal wird eine bestimmte Atmosphäre durch Einfangen der Umgebung übermittelt und auf der anderen Seite wird sich Zeit gelassen für einen Spannungsaufbau.
00:15:56: Und dass das etwas ist was nicht unbedingt selbstverständlich in der Berücksichtigung ist, sehen wir dann wenn wir auf die neuen Folgen gucken.
00:16:04: kleiner Spoiler So zieht sich das dann weiter durch, dass wir so auch über die dreißigste Minute hinaus den jungen Weiterbeobachten wie er durch den Wald streift.
00:16:16: Am Rande eines Weyers ankommt und ein Regenwurm in einem Glas tut was wir alle glaube ich schon einmal im Kindergarten gemacht haben.
00:16:26: Parallelmontage.
00:16:27: Die Eltern sind weiter gut drauf.
00:16:28: Das Zelt ist inzwischen erfolgreich aufgebaut.
00:16:31: Auch keine Selbstverständlichkeit Naja, auf jeden Fall wird hier noch so ein bisschen komisch transportiert.
00:16:37: Die Eltern pflapsen so ein bissel miteinander rum und das ist auch wieder ein spannungsmäßiger Kontrapunkt zu dieser sich langsam durchdrückenden Gefährdung des Jungen die ja dann vor allen Dingen auch dieser immer wieder so sporadisch untergespielten Filmmusik Langsam am Präsenz gewinnt.
00:16:58: Das macht natürlich rein inhaltlich Konstellation auf dass die Eltern nicht wissen was macht.
00:17:03: der Junge können ihn nicht sehen und sie wissen nichts von der Gefährdung.
00:17:09: Dieses Nicht-Wissen, Der Eltern das macht natürlich eine Lücke auf die gesamte weitere Spannung des Films zusätzlich narrativiert.
00:17:20: Ja jetzt war einfach nochmal an bei Minute zwei und dreißig, siebenundfünfzig Und es wird Zeit für einen Kritikpunkt würde ich mal sagen.
00:17:28: Das haben wir angebracht weil natürlich war damals bei X-Focter auch nicht alles gold was glänzt!
00:17:33: Und auch bei diesem Film hätte man vielleicht noch mehr rausholen können.
00:17:37: Unter anderem, indem man sich noch mehr Zeit gelassen hätte zu erzählen.
00:17:42: Hier fangen sich die Eltern schon an Sorgen zu machen und das kommt doch irgendwie sehr schnell.
00:17:49: Der Junge ist ja gerade in der Erzählzeit mal eine Minute unterwegs Und schon wird es ins Spiel gebracht dass der Junge auch jetzt so langsam tatsächlich Mal wieder zurückkommen könnte.
00:17:59: Natürlich Wird er in den Raum gestellt Dass es sich dort um eine zeitliche Raffung handelt Und das ist jetzt auch kein großes Wunder, dass X-Faktor mit dieser Facette arbeitet.
00:18:11: Aber hier hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass man dem noch mehr Raum gegeben hätte zur Entwicklung ganzen zeitlichen Zusammenhänge doch ein bisschen authentischer gewesen wäre und nicht ganz so extrem gerafft.
00:18:24: Der Casus knakdos ist in dem Fall einfach leider so, da die Eltern sich ja dann an Sorgen zu machen und ich glaube, dass gerade auch emotionale Zustände im Film oder in der Serie, ihr dann eigentlich immer effektiv sind wenn sie die Zuschauerinnen und Zuschauer selbst auch spüren.
00:18:43: Also im Idealfall hat man ja den Effekt dass man selber in sich eine Emotion spürt und dann sieht man die auch bei den Figuren und man sagt so ahja genau finde ich auch das wird jetzt gerade auch da ausgedrückt was ich irgendwie auch gerade so gedacht habe zu dieses sich Sorgen machen Das ist natürlich schwer, das wirklich so nach einer Minute wirklich mit einer tieferen Haftung zu belegen.
00:19:08: Deswegen optimal ist es in dem Fall sicherlich nicht.
00:19:12: Also jetzt wird die Musik auch immer präsenter was dann auch im Zusammenhang damit steht dass die Schlange auftaucht ab Minutetrein dreißig Dreißig ungefähr.
00:19:24: Wir sehen hier jetzt dass sich die Schlangen dem umgekippten Baum auf den Boden nähert Und nur die Schlange ist im Bild.
00:19:33: Dann schwenkt die Kamera hoch und es wird sichtbar, dass sich der Junge dem Felsen... Ne, das ist ein Felser!
00:19:42: Es ist kein Stamm, also er nähert sich den Felsern von der anderen Seite.
00:19:48: Jetzt haben wir wieder den Effekt, dass wir praktisch als Zuschauer mehr Wissen als er und einen Wissensvorsprung bekommen haben, dass die Schlangen unterwegs sind was er nun mal noch nicht weiß.
00:19:59: Das heißt, wir wissen er ist in Gefahr.
00:20:02: Er ahnt es noch nicht.
00:20:03: Irgendwann wird die Konfrontation stattfinden.
00:20:07: Da finde ich so den Moment wo er das Glas fallen lässt.
00:20:10: Ich find's ein bisschen lame inszeniert aber sei's drum.
00:20:14: Minute thirty-four fangen die Eltern an aktiv zu suchen und durch ja das Waldgelände zu laufen oder das Wiesn Gelände und nach ihrem Sohn zu rufen.
00:20:25: Das ist nicht nur wichtig, um Dynamik reinzubringen und die Handlung nach vorne zu treiben in dem eine sich zuspitzende Problematik immer dringlicher wird.
00:20:35: Nämlich dass da Eltern sind, die sich Sorgen um ihren Sohn machen.
00:20:39: Das ist natürlich der wichtigste Faktor auf der inhaltlichen Sicht.
00:20:42: Auf der visuellen Sicht ist es aber auch nichts zu unterschätzen weil man hat ja die Eltern gesehen wie sie durch dieses Gebiet streifen weiter.
00:20:52: Dadurch wird natürlich die Umgebung immer mehr präsent für uns.
00:20:56: Die wird uns immer mehr implantiert sozusagen und dann laufen sie eben durch diese nebelige Herbstlandschaft zwischen den Bäumen, das hat natürlich eine gewisse Tiefe und eine gewissweite, die da auch von der Landschaft transportiert wird und das bedient auch so ein bisschen was Mystisches.
00:21:14: Das ist für mich eine Spezialität vom alten X-Faktor dass man eben also mit in eine gewisse Umgebung eintauchen konnte, die gerne entkoppelte Landschaften enthält.
00:21:26: Für dieses Eintauchen braucht man natürlich Zeit.
00:21:28: das heißt es ist irgendwo wichtig dass man da auch Perspektiven hat wo diese Landschaft einmal aus einer gewissen Distanz gezeigt wird und mit abgebildet wird im Hintergrund.
00:21:39: Wenn du diese Perspektive nicht hast dann kann sich das natürlich nicht etabliern.
00:21:44: Deswegen ist es zum Beispiel vom Nachteil, wenn nur Szenen drin sind.
00:21:48: Wo die Figuren sehr nahe gefilmt sind und die Landschaft praktisch nur sehr fragmentiert im Hintergrund sichtbar wird.
00:21:55: Das ist dann ein Nachteile.
00:21:57: Deswegen ist das wichtig sich da die Zeit zu nehmen.
00:22:01: Ja und das ist jetzt wohl die entscheidende Szene in dem ganzen Fall.
00:22:05: Minute vierunddreißig achtundzwanzig!
00:22:09: Das ist der Moment in dem der Junge von der Schlange attackiert wird zur Bodenfeld und dann im folgenden plötzlich zwei Beine ins Bild tragen und man sieht eine Rolle eines Rollstuhls.
00:22:21: Man kann ja an, dass auf einmal eine Person ist die im Rollstuel sitzt mitten im Wald Und das sorgt natürlich dafür, dass man nicht nur eine Gefährdung hat sondern vor allen Dingen dann auch mal ein zusätzliches Rätsel Eine zusätzliche Konfusion.
00:22:36: Infolgedessen wir uns natürlich die Frage stellen wie ist dieser Mann da hingekommen im Roll Stuhl?
00:22:40: Und gleichzeitig ist die Schlange natürlich noch da.
00:22:44: Das heißt man hat eigentlich zwei energetische Aspekte auf einmal und dadurch gewinnt der ganze Film natürlich nochmal an Fahrt und erreicht seinen Spannungshöhepunkt.
00:22:55: Ich bin bei dieser Szene übrigens etwas unentschlossen, vor allen Dingen auch was das Timing betrifft.
00:23:02: Ich finde das Reinragen der Beine wirkt ja fast schon sehr beiläufig und deswegen transportiert sich bei mir so diese Schrecken dass da plötzlich völlig unerwartet jemand auf taucht, nicht so stark.
00:23:17: Jetzt bin ich mir nicht so sicher ob das auch damit zusammenhängt dass sich die Folge natürlich in und auswendig kenne Und Ich Mir Auch Ziemlich Sicher Bin Auch Wenn Das Schon Sehr Lange Her Ist Dass Das Beim Ersten Mal Noch Ein Bisschen Anders War und Ich Da Größeren Schrecken hatte.
00:23:34: Aber Ich Jetzt Auch Rückblickend Betrachtet Mir So Denke Dass man Dieses auftauchen, noch etwas schärfer hätte machen können indem sich das auch noch stärker im Schnitt gezeigt hätte.
00:23:47: Aber wie gesagt ich bin da etwas unentschlossen weil auf der anderen Seite könnte man sagen wenn man das auch von der Bildsprache her zu sehr forciert hätte hätte man sich natürlich entlarvt weil dann wäre das natürlich sehr gewollt gewesen in Spannungsaufbau und dadurch dass es gerade so beiläufig ist hat es vielleicht sowas Man wurde nicht so stark hingeführt und deswegen transportiert sich vielleicht der Moment des Unerwarteten noch stärker.
00:24:14: Ich bin mir nicht so ganz sicher was ich davon halten soll, also wenn ihr da Meinungen zu habt auch geradezu dieser Szene könnt ihr mir da gerne schreiben.
00:24:23: Ja natürlich irgendwie ist man so als Zuschauer vor allen Dingen wenn man die Folge noch nicht gesehen hat dann ist das sicherlich auch nochmal stärker Immer so jetzt noch in so einem Tasten drin und man muss irgendwie herausfinden, was hat das mit diesem Mann auf sich der da im Rollstuhl sitzt mitten im Wald?
00:24:40: Deswegen achtet man natürlich sehr stark darauf wie verhält er sich.
00:24:44: Was sagt er?
00:24:45: Wie sagt es?
00:24:47: Und da ist ja noch eine gewisse Ambivalenz vorhanden in der ersten Zeit.
00:24:51: Natürlich ist auffällig dass er den Jungen erstmal befragt, was ist passiert.
00:24:56: Er auch in gewissermaßen einen ruhigen Ton spricht Zumindest auf den ersten Moment jetzt erstmal keine akute Gefährdung für den jungen darstellt.
00:25:05: das heißt zumindest in den ersten Sekunden in der dieser mann immer mehr screen time bekommt wird nicht ersichtlich dass Dieser Mann Den jungen was böses will.
00:25:16: Auf der anderen seite wird immer noch nicht richtig klar zum einen natürlich wie es da mal hingekommen sowieso aber auch Was hat er so von hintergrund?
00:25:24: Was ist das für ein typ?
00:25:26: Auch wie er spricht, auch das ist von der Synchronisation glaube ich gut gewählt weil er irgendwie eine tiefe Stimme und dann stellt sich immer mehr raus dass er doch sehr beruhigend auf den Jungen einwirkt.
00:25:35: Und auch sagt es ihm helfen will.
00:25:38: aber an sich bleibt die Szene natürlich creepy Weil der ganz große Widerspruch der ist ja immer noch da und der sitzt sich meiner Meinung nach vor allem daraus zusammen Dass das natürlich ein riesiger Widerspruch ist Das dort einen Mann im Rollstuhl mitten im Wald sitzt.
00:25:57: Keine weitere Person ist um ihn herum.
00:26:00: Das heißt, man stellt sich natürlich die Frage wie ist er da überhaupt hingekommen?
00:26:04: Was macht der Mann an diesem entleihigenen Ort?
00:26:09: Das ist natürlich irgendwo ein Rätsel und damit bleibt natürlich auch so ein gewisser unauflöslicher Spannungszustand erstmal dabei, der sich eben auch noch parallel hält.
00:26:18: zu der Frage Wie geht der Junge jetzt mit dem Bister Schlange um?
00:26:23: Weil das natürlich auch etwas ist, wo man natürlich mit Fiebert inwieweit da irgendwie eine Lösung findet.
00:26:28: Dass das Gift für ihn nicht tödlich ist oder nicht schädlich ist.
00:26:33: Natürlich kommt jetzt noch mal ein weiteres Rätsel weil auf einmal heißt es auch der Mann kann seine Arme nicht bewegen.
00:26:39: Das macht das natürlich nochmal viel rätselhafter weil dann kann er den Rollstuhl noch nicht mehr selbst geschoben haben.
00:26:45: Man hört natürlich jetzt im Hintergrund, dass sich so ein bisschen die Filmmusik verändert hat.
00:26:48: Die ist nicht mehr dieses Zuspitzen immer mehr an Raumgewinnende Gefahr aber es bekommt so etwas Psychedelisches vielleicht?
00:26:58: Also das sind ja ein bisschen so surreale Stimmung, die da herrscht.
00:27:03: Wirkt so wie ein Windspiel.
00:27:06: Ich muss noch mal ein lobendes Wort richten an den Schauspieler und auch an die Regie glaube ich weil der Schauspiele bei der Figur eine gewisse Zwiedlichtigkeit durchschimmern lässt.
00:27:18: Nicht so, dass es jetzt sehr unangenehm wäre aber man da fragt immer noch ist er wirklich nur ein Samariter oder ist ja doch irgendwie vielleicht das auch ein bisschen myrisch und deswegen kann man nie so komplett ausschließen bis zum schluss eigentlich ob er nicht doch vielleicht eher eine negative person ist vielleicht irgendwas in schilder für also keine ahnung.
00:27:39: auf jeden fall so richtig löst sich das nicht auf.
00:27:43: Da nicht zu eindeutig zu sein im Spiel, ist natürlich auch wichtig um eine gewisse Ambivalenz aufrechtzuerhalten.
00:27:50: Es ist natürlich grundsätzlich immer etwas was man doben sollte weil dadurch einfach eine gewissen Vielschichtigkeit und auch mehrere Ebenen möglich erscheinen.
00:28:00: Was immer auch wieder für spricht dass die Leute die das umgesetzt haben Nuancen in Auge hatten und denen auch wichtig war dass da Nuancens zum Ausdruck gebracht werden.
00:28:10: Inzwischen sind wir angekommen bei minutesechsunddreißig und achtund dreißig Sekunden.
00:28:17: Plötzlich ist der Arzt wieder weg, da natürlich sehr plakativ und auch nochmal sehr spooky verleiht dem ganze noch mal sowas Geisterhaftes und nochmal so eine transcendentale Parallelwelt.
00:28:31: die finalisiert sich dann nochmal in diesem Film.
00:28:35: ich finde an der Szene ist aber noch etwas anderes wichtig und zwar haben wir optisch wieder die Szene, wie der Junge auf dem Baumstumpf sitzt.
00:28:45: Datisch ist über mehrere Sekunden und hier ist Statisch.
00:28:49: Und hier ist statisch dezidiert positiv gemeint, dass diese Szene auch als Marker für die Umgebung dient.
00:28:59: Was hier absolut noch mal markant wird, was für unterschiedliche Facetten eigentlich in diesem Gebiet zutage treten.
00:29:10: also wir sehen hier natürlich Den Waldboden der von laub bedeckt und dann wird auch deutlich dass das ganze sich so ein bisschen auf einem hang befindet Und auf der rechten seite ist mit Baumstamm Dann auf der linken seite so ein bißchen gestripp Also schwarzes gestrip und hinten eröffnet sich noch einmal eine wiese mit höher stehenden gräsern.
00:29:31: die verlieren sich dann im hintergrund in dem weitläufigen wildwuchs sag ich jetzt mal Da dreht eine ganz unterschiedliche Farben zu Tage.
00:29:41: Das Ganze ist irgendwie sehr verwaschen, der ganze Hintergrund verwäscht sich und wirkt so fast wie ein Aquarell.
00:29:49: Dadurch wirkt es auch noch mal viel Syrialer und transportiert dieses Träumerische.
00:29:56: Da sieht man praktisch das auch dieser verwaschende Look von damals Anfang der zweitausender Ende der Neunzige dass sich sehr angeboten hat oder dass das eigentlich so eine Schnittmenge war, die sich gut ergänzt hat in dem Kontext.
00:30:10: Genau und hier gibt es jetzt einfach am Ende ab Minute sieben, dreißig, achtunddreißig da löst ich jetzt dieser Krisenzustand des Jungen, der löst dich auf und es wird irgendwie für alle klar, dass das gelungen ist, das Gift aus seinen Körper bekommt keine Gefährdung mehr für ihn besteht.
00:30:27: Auf der anderen Seite besteht immer noch das Rätsel mit dem Arzt weil Und man sich immer noch die offenen Fragen stellt, die sowieso schon da waren und zusätzlich natürlich auch nochmal die Frage stellt.
00:30:38: Wo ist denn der eigentlich jetzt hin?
00:30:40: Jetzt bin ich bei Minute ungefähr achtunddreißigundziemen Sekunden.
00:30:47: Da ist der Officer da und spricht mit dem Jungen und der Junge erzählt ihm von dem Arzt.
00:30:52: Dann gibt es nochmal ein Überraschungsmoment als er sich dann herausstellt dass der Officer tatsächlich diesen Arzt kennt.
00:30:59: In den weiteren Sekunden darauf entfaltet sich dann dieses Legenden-Image, dieses Sagenumwobene weil klar ist dass das scheinbar eine Erscheinung ist die denen Leuten dort immer mal wieder runter kommt.
00:31:12: Ja und dann... ...ist die Konstellation da die das ganze extrem mysteriös macht weil es ja eigentlich ein unauflösbares Rätsel ist das der Arzt schon vor zehn Jahren verstorben ist dann auch nicht sein kann, dass er dort aufgetaucht ist und dadurch bekommt das Ganze natürlich so diese geiste Erzählung.
00:31:31: Abschließend zu dem Fall würde ich so verbleiben, dass noch mal Betrone so sehr echt diesen Fall innerhalb des X Factor Cosmos auch mag, dann doch die Auflösung am Ende ein bisschen sehr hektisch fand und ein bisschen kurz gehalten.
00:31:47: Ich glaube, dass so diese ganze Konfusion die entstanden ist mit.
00:31:51: Wie kann das eigentlich sein?
00:31:53: Dass dieser in der Umgebung bekannte Art dann da auf einmal auftaucht obwohl er eigentlich tot ist, dass man das hätte noch mehr ausspielen können.
00:32:01: und ich glaube dass das definitiv auch ein Film ist, der noch besser gewesen wäre wenn man den noch mehr Ruhe erzählt.
00:32:08: und ich denke mal eine Länge von fünfzehn achtzehn Minuten fände ich eigentlich angemessen in dem Sinne Am Ende bleibt mal die Botschaft und es stellt sich nochmal unter Beweis, dass der Film eben auch als ein Lehrstück zu verstehen ist.
00:32:24: Weil die Message schon ist Wenn du alleine im Wald unterwegs bist solltest du aufpassen besser schön vorsichtig sein weil sonst gibt's irgendwelche gefährliche Tiere Die dich angreifen.
00:32:35: dadurch wirkt halt so diese eine gewisse autoritäre Instanz weiter präsent.
00:32:46: Kommen wir zum zweiten Fall den ich rausgesucht habe und dabei handelt es sich um die dritte Staffel Mit der dritten Episode.
00:32:54: Am Wegesrand schimpft sie sich, für mich bleibt es immer die Episode mit der Harley auch dabei.
00:33:02: erstmal zunächst zu der Moderation Die sehr gut ist denn auch sie enthält zunächst erst mal eine sehr prägnante Gleichung.
00:33:11: Zum einen erstmal ein unkontrolliertes Auskundschaften und ein impulsives ausleben des Spieltriebs auf der Ein- und Auf der anderen Seite die Vernunft Das Abwägende und das Prüfen auf eine Gefahr hin.
00:33:27: Und das ist natürlich genau auch die Konstellation, die dann später wirksam wird in diesem Film.
00:33:33: Gleichzeitig ist es ganz natürlich auch so eine komplementäre Konstellations, die ein gewisses Spannungsverhältnis aufmacht.
00:33:41: Weitere Aspekte der natürlich erst mal auffällig ist im Studio diese Gegenstände, die dort rumliegen.
00:33:48: So etwas ist auch da wieder eigentlich eine Konfrontation.
00:33:54: Dinge, die dort sind eigentlich symbolisch für eine längs vergangene Zeit stehen.
00:33:58: Die dann plötzlich wieder präsent wird, die eine Geschichte haben und Bilder eröffnet – verschiedene Assoziationen natürlich!
00:34:07: Und auch so etwas Morbides, ein bisschen etwas Vergängliches mit sich tragen, ja?
00:34:11: So eine Retropartyna würde ich fast sagen.
00:34:14: Das dadurch natürlich eigentlich auch was eingelöstes, was wiederum... Charakteristisch ist für X-Faktor nämlich, dass ein mehr anderen zwischen zeitlichen Ebenen stattfindet und eben halt Zeiten wieder lebendig gemacht werden die eigentlich längst vergangen scheinen.
00:34:30: Und eben auch verloren scheinen, die dann doch jetzt wieder begreichbar werden.
00:34:34: und dieses surreal träumerische... Das ist natürlich gerade so auch so dieses melancholische was dort bisschen bedient wird.
00:34:43: So natürlich stellen wir uns auch hier erstmal wieder die Frage Wie wird denn jetzt der Film konkret gestartet, nach der Moderation?
00:34:51: Wie ist der Übergang vom Studio in den Kurzfilm.
00:34:56: Und auch da sehen wir jetzt wieder in diesem Fall das hier erstmal mit einem ganz klassischen Establishing-Shot gearbeitet wird.
00:35:04: Der setzt an auf dem Schild der Route Sixty Six und schwenkt dann erst mal über diese Landschaft Mit weiten Horizont und glaube am unten linkeren Bildrand ist auch schon so ein paar Billionen sichtbar.
00:35:19: Natürlich macht das erstmal eine gewisse Weite auf, bildet ein gewisses Panorama.
00:35:24: Man sieht natürlich erst mal wieder nur um Gebo Ja und dann noch Minute zwei und fünfzehn Sekunden.
00:35:34: Ist eigentlich auch ein Klassiker dass die Kamera erst mal frontal auf einer Straße steht und auch Straßen spielen bei X Factor immer eine wesentliche Rolle, die verleiht natürlich so als Fluchtpunkt nochmal ganz besondere Tiefe.
00:35:49: Und da ist dann eine verlassene Straße, die natürlich auch sowas entkoppeltes Entlegen des hat man sich praktisch mitten auf einer langen Landstraße befindet, die sich so durch die Umgebung schlängelt und so wie eine Schneise in ein dürrisches Waldgebiet gefräst ist.
00:36:07: Das ist praktisch ein Klassiker ja?
00:36:09: Und das sehen wir auch hier wieder.
00:36:11: dann hast du eben die Konstellation dass das Auto Frontal in dem Fall ist es ein rotes Cabrio.
00:36:17: Frontal auf die Kamera zufährt.
00:36:20: Das ist natürlich eigentlich wieder ein Klassischer Fall davon, dass man am Anfang erstmal einen Moment hat wo man überhaupt mal die Umgebung und das ganze Szenario auf sich wirken lassen kann.
00:36:32: Und natürlich das Auto ist auch stellvertretend dafür dass man sich diese Umgebungen stückweit erschließt und genau das wird ja dann noch im weiteren Verlauf passieren.
00:36:43: Kurz vor der dritten Minute würde ich mal auf den Schauspieler eingehen, wo ich sage, gut besetzt ist.
00:36:52: Der Schauspieler hat es für mich da sehr wunderbar geschafft, so eine gewisse Charakteristik in diesen Typen reinzubekommen der sowas spitzbübiges hat... ...der sowas sehr verspieltes aber auch verpeiltes mit sich bringt.
00:37:10: Es ist auch so dass er vielleicht sowas ein bisschen naives rüberbringt also das man durch auch so dieses eskapistische Trashige hat Ein gewisser Cutter ist sicherlich auch die das spielte in uns selbst ein bisschen anzapft und was diese Figur dann durchlebt.
00:37:28: Was aber ganz wichtig ist, dass er diese Figuren nicht demontiert.
00:37:33: Denkt es immer ganz wichtig, dass nicht so ist, bei X-Faktor, auch wenn Umstände manchmal sehr absurd anmuten oder auch trashige Züge annehmen.
00:37:43: So einem kompletten Anzwurstverkommen oder zu einer komplette Freakshow gemacht werden und das ist ein schmaler Grad und dieser schmale Grathe ist in dem Fall finde ich gelungen.
00:37:56: Ich schaue diese Figur gerne zu und kann mich bis zur gewissen Grad noch mit dieser Figur identifizieren und deswegen bleibt mir dieses Schicksal dieser Figuren wichtig.
00:38:06: Und auch das ist etwas, was es für die Neuauflage eigentlich galt weiter zu bedienen und genau auch diesen Spagat weiterhin gut hinzubekommen.
00:38:15: Wie später zeigen wir da etwas ist?
00:38:17: Was dazu führt dass eben, dass die Neuerflage nicht so gut erfüllt.
00:38:22: Übrigens an der Stelle vielleicht doch mal sinnvoll zu erwähnen Das X Faktor tatsächlich bei meinem Eindruck nach kann man vielleicht auch unterschiedlicher Meinung drüber sein Wirklich eine nicht so unterschätzende schauspielerische Klasse hatte, die damals besetzt wurde.
00:38:40: Also man sieht ganz oft zum Beispiel Schauspielerin und Schauspieler, die auch bei Seinfeld mitgespielt haben, die bei The Office mitgespielen haben.
00:38:49: Ich glaube der Schausspieler von Shameless tatsächlich auch... der die Haumptrolle dort dann gespielt hat.
00:38:55: Also da sieht man schon, dass da jetzt keine Leindarsteller mit von der Partie waren größtenteils sondern wirklich arrivierte Schauspielerin und Schauspieler.
00:39:04: das ist natürlich letztendlich eigentlich auch ein Anspruch dem man heutzutage an die Besetzung haben müsste.
00:39:10: ja ab etwa drei Minuten und neun Sekunden machen sie etwas sehr cleveres wie ihr jetzt seht.
00:39:18: beiden Zerren hier so ein einer roten Decke und dabei drehen die beiden sich um sich selbst, und die Kamera geht mit.
00:39:26: Und dadurch entsteht natürlich so einen... ...drahundertsechzig Grad, also ein rotierender... ...Drahundertsächzig-Grad-Blick!
00:39:34: Das bringt natürlich auf der einen Seite eine gewisse Dynamik in die Szene Auf der anderen Seite wird damit aber auch nochmal die Umgebung abgedeckt und als zunächst erst mal als Hintergrund etabliert, wo man eingebettet ist und wo die Figuren eingebattet sind.
00:39:52: Man bekommt eben auch nochmal einen dreihundertzig Grad Panorama Blick um dieses Parkgelände was dort ist, dass man eigentlich zwei Dinge auf einmal direkt eingelöst hat und deswegen sicherlich für mich ein stilistisches Inszenierungsmittel das meiner Meinung nach auch sehr bewusst ausgewählt wurde.
00:40:11: ab drei minuten siebzehn habe ich noch mal angehalten weil meiner meinung nach auch da wieder etwas zum tragen kommt was wir eben filmen eben auch schonmal angerissen haben nämlich dass man sich bewusst zeit nimmt für einen distanzblick.
00:40:27: die kamera filmt über die wasseroberfläche dieses kleinen teichs der in diesem areal ebenfalls ist.
00:40:36: so entsteht natürlich eine gewisse visuelle tiefen textur.
00:40:39: Also es wird über den Bach rüber gefilmt, der sozusagen als eine bewegliche sich spiegelnde Oberfläche ist.
00:40:48: Dann gibt es diese Gräser die dann auch noch von der Sonne beleuchtet werden und die Sonne schimmert so durch die Gräse durch und sie sind auch nochmal eine zusätzliche Sichtbarriere, die ja nochmal zusätzlige Tiefe in den Raum geben.
00:41:02: Immer wieder kommt es mir so vor, dass man fast so Bildkompositionen hat die so wie eine Landschaftsmalerei rüber kommen.
00:41:11: Ich glaube so das dieses Verkörpern der Idylle, dass das einfach immer wieder zu beobachten ist bei X-Faktor in der Originalversion aus unterschiedlichen Distanzen aus unterschiedlichem Perspektiven und das immer ganz wichtig ist, dass dem Raum auch Zeit gegeben wurde.
00:41:32: Ab Minute drei und zweiundvierzig Sekunden kommt es dann zum entscheidenden Punkt.
00:41:36: Und da ist es so, dass ich da auch wieder ein bisschen Kritik anbringen würde.
00:41:43: Ein bisschen sehr arg mit der Brechstange herbeigeführt das hätte man mit etwas mehr Muße erzählen können.
00:41:49: also diese Entdeckung da ist dann plötzlich etwas... Das hat nicht eine große Tiefe weil natürlich dieser Zustand des fröhlichen Spiel zwischen den beiden und dieses Genäcke am Anfang natürlich eingeführt wird, aber doch etwas simuliert bleibt.
00:42:05: Weil das einfach nur so angerissen wird.
00:42:07: recht kurz Wenn man da dem ganz ein bisschen mehr Raum zur Entfaltung gegeben hätte wäre sicherlich dann so dieses Durchbrechen des Irritationsmoments noch schwerwiegender gewesen.
00:42:22: Insgesamt muss ich auch sagen hätte ich mir gewünscht Ich kann mich noch daran erinnern, als ich die Folge das erste Mal gesehen habe.
00:42:29: War das für mich wirklich ein sehr perplexer Moment und eine große Konfusion, die das bei mir ausgelöst hat?
00:42:34: Dass da auf einmal so dieses Motorrad im Gestrip lag... damit hätte ich nicht gerechnet!
00:42:39: Und dennoch, wenn ich mir das jetzt rückblickend nochmal auch mit einem analytischen Blickwinkel angucke hätte man da sicherlich sagen können.
00:42:46: Das Motorrad hätte man schon mal so ein bisschen besser verstecken können, sodass man es dann erst einmal da findet und dass er so durchschimmert ist ein bisschen sehr trapiert.
00:42:55: jetzt hier vollzieht sich denn aber und das ist auch der Grund warum ich den Fall eigentlich sehr mag.
00:43:02: Lass dich ja eigentlich genau hier Das Wort sieht, was eben schon so ein bisschen getriggert wurde im Studio von Jonathan Frakes.
00:43:09: Dass so eine alte vergangene Zeit plötzlich wieder präsent wird und dieses Torrad so greifbar wird, eben auch gerade noch mit diesem alten Kennzeichen, dass es dann plötzlich wieder Leben bekommt und tatsächlich dann ja auch so ist das er sich drauf setzt und das da wieder mit Leben füllt und das dann eben passiert, dass der eigentlich irgendwie wieder diese alte Zeit mitschwingt, was ganz speziell das dann bekommt.
00:43:35: Ja, minuten fünfunddreißig kommt es ja so ein zu einer art slendermen moment wo dann auf einmal diese frau auftaucht.
00:43:44: das wirkt natürlich sehr statisch ist aber vielleicht auch sicherlich bewusst so angelegt dass die frau nur außer distanz sichtbar wird und Und sehr bewegungslos letztendlich auftauchten.
00:43:57: Das sind da immer so klassische momente auch bei x-faktor Dass in einem schnitt dann plötzlich eine person dort steht.
00:44:05: Jetzt vollzieht sich so ab etwa der vierzigsten Sekunde, der Minute fünf dieser Stunt.
00:44:13: Der natürlich sehr billomäßig wirkt und da kommt schlägt ja wieder dieses Trashy durch wo ich mir manchmal nicht so ganz sicher bin ob das inszenatorische Unzulänglichkeiten sind oder ob das auch bewusst zu gewählt ist.
00:44:27: weil ich würde auch die These ausstellen, dass immer wieder auch bewisse trashige Inszenierungsweisen bei X-Faktor gewählt werden.
00:44:37: Weil man natürlich ja letztendlich eine mysteriöse Situation hat über der man aber dann letztendlichen als Zuschauer wieder so ein bisschen her wird wenn man sich da ein bisschen drüber hinweg setzen kann.
00:44:51: ich weiß nicht ob das nicht auch ne Rampe dafür sein kann um das irgendwie zu verarbeiten.
00:44:57: Da ist aber durchaus auch wieder so ein Schrangieren da, weil dann natürlich der Polizist auftritt und dem Ganzen nochmal eine ganz andere Haftung und Ernsthaftigkeit verleiht.
00:45:09: Indem er eben diese Geschichte von der Frau erzählt die dort damals überfahren wurde und seitdem immer als Geister auftritt.
00:45:19: Diese glaubwürdige Instanz des Polizisten ist natürlich auch wieder eigentlich in Kontrast zum eher trashigen, weshalb dort eigentlich manchmal so widersprüchliche Tendenzen Raum greifen.
00:45:28: Aber ich glaube immer wieder auch dafür sorgen das es letztendlich nicht so extrem schwermütig ist und auch immer noch eine gewisse Leichtigkeit enthält um zwischendurch durchzuschnaufen.
00:45:39: Auch hier ab Minute sechs einundzwanzig ist eigentlich wieder ein malerische Szene der linken Seite der Krankenwagen auf der rechten Seite der mit dem Motorrad gestürzt ist, jetzt auf einer Liege liegt.
00:45:52: Aber im Hintergrund ist es doch der See wo sich die Bäume wieder spiegeln im See und dann verschiedene Farben vom Baum brauen und grün und hinten öffnet sich noch eine Berglandschaft was eine Weite gibt, eine schwärmerische Weite auch da wieder Und auch das wieder ist da eigentlich fast so eine Art Pastelltusche.
00:46:13: So wirkt es fast.
00:46:14: Also vom Bild also auch wieder dieses Aquarellmäßige was wir eben schon mal hatten.
00:46:19: Das finde ich ist eine wunderschöne Szenerie, die natürlich dann auch mal so dieses in die Ferne streifen.
00:46:25: Gedanklich auch in Amerika irgendwie diese weiten Landschaften und so.
00:46:29: Und das ist auch so ein bisschen das was ich glaube einfach auch so eine gewisse Emotionalität eröffnet, die das vielleicht doch gerade aus einer internationalen Perspektive attraktiv macht, dieses Format, indem man ja einfach auch Amerika als so eine Art Sehnsuchtort begreift vielleicht auch, ja eben das Land ist unmöglich und vielleicht ja auch das Unfassbaren.
00:46:53: Und dass es dann einfach eine gewisse infantil idealisierte Ebene in sich trägt.
00:47:00: Hier eigentlich auch noch mal einen Service-Shot für die Umgebung.
00:47:04: Auch nochmal ein großes Kompliment glaube ich an die Location Scouts hier an der Stelle ab Minute sechszeigunddreißig wo der Sanitäter an der überdachten Brücke steht und im Hintergrund dämmert.
00:47:18: der vierzigfarbende Sonnenuntergang schimmert durch die Zweige.
00:47:22: Das ist natürlich eigentlich eine wunderschöne optische Komposition, wie diese Sonnenstrahlen da gerade auch auf das Haar des Verlobten treffen und so einen glänzenden Strahl bilden.
00:47:37: Soher und der Sanitäter bekommt auch noch mal so eine geschärfte Silhouette durch die Sonnenstrahlen, die da von hinten ins Bild tragen.
00:47:46: Ich glaube das ist einfach ganz bewusst auch so als Standbild was über mehrere Sekunden wirklich im Bild ist gewählt eben auch gerade diese überragenden Dachziegel da, die dann nochmal unterbrochen werden vom Horizont hinten vom Sonnenuntergang.
00:48:03: also ich finde ein ganz tolles Bild was nochmal eine ganz Eigentümliche Atmosphäre auch der ganzen Szene noch mal verleiht.
00:48:13: Auch hier abschließend nochmal wieder einmal unter Beweis gestellt, dass es natürlich auch ne Form von Lehrstück darstellt in dem man eben den Rat weitergeben könnte Man sollte vielleicht nicht unbedingt alte Gefährte einfach so ausprobieren Wenn man nicht weiß ob sie wirklich funktionieren, ob Sie wirklich sicher sind.
00:48:33: und das hat natürlich irgendwie sowas das was damit springt, dass es natürlich dann wieder diese leicht autoritäre Tönung die da so über dem ganzen Szenario schwebt und auch so einen gewissen Reiz ausmacht.
00:48:54: Ja abschließend möchte ich nochmal zwei Fälle der Neuauflage durchgehen um daran rauszuarbeiten wo Abweichungen von der Originalversion auftreten wo Sachen dramaturgisch nicht mehr berücksichtigt werden oder auch neue Elemente so hinzugefügt werden, dass letztendlich meiner Meinung nach ein gewisses Flare und ein gewisser Vibe der originär Version nicht getroffen wird.
00:49:40: Zunächst möchte ich den Fall Kopflosereiter durchgehen, der auch als Video zur Verfügung steht Bei RTL-Zwei.
00:49:54: Also es geht direkt los mit der siebenunddreißigsten Sekunde, das ist noch sehr am Anfang und aber da fängt es für mich eigentlich direkt mal an schon problematisch zu sein.
00:50:09: Und zwar sieht man ja hier dass die Kamera Frontal vor so herunterhängenden Büschen platziert ist und da kommt ein Mann mit seinen Beinen hervor Und das ist schon mal ein sehr fragmentierter Ausschnitt der Umgebung und da fehlt mir so ein bisschen die Orientierung, dass wir mehr ein bisschen schwärmig zu verorten.
00:50:38: Das korrespondiert übrigens auch mit einem Offsprecher, der direkt mit dem unmittelbaren Hauptgeschehen einsteigt keinen wirklichen Vorklapp liefert.
00:50:54: Man wird also, so empfinde ich es mehr oder minder direkt ins Hauptgeschehen hineingeworfen ohne wirkliche Exposition, ohne Rampe.
00:51:08: Auch eine Rampe die die Szenerie erstmal visuell aufmacht Wie ich versucht habe zu erläutern war ja genau das etwas was bei der Original Version so wichtig war.
00:51:27: Dadurch fehlt dann auch ein bisschen der hinführende Aufbau zum Spannungshöhepunkt.
00:51:37: Was ich auch anmerken würde, ist die Tatsache dass X Faktor auch immer von starken Offstimmen gelebt hat.
00:51:46: So heißt natürlich wenn Jonathan Frakes als rahmender Erzähler fungiert hat der dann letztendlich auch die auktoriale Ebene im jeweiligen Film übernommen hat also natürlich Detlef Bierstedt in dem Fall, aber auch die anderen Synchronenstimmen, die dann agiert haben wenn die Erzählung über die Figurennebene gelöst wurde.
00:52:19: Die fand ich größtenteils doch immer von ungewöhnlich guter Qualität und in dem fall muss sich leider kritisieren das.
00:52:28: ich finde dass die Symkronestimme sehr jung wirkt und für mich nicht so richtig mit dem Sheriff da korrespondiert.
00:52:39: Zusätzlich empfinde ich das so ein bisschen, sodass der sehr durch den Text durchhastet.
00:52:50: Also nochmal noch mal zum Verständnis – es handelt sich ja um eine Nacherzählung dieser Geschichte des kopflosen Reiters von dem einen jüngeren Officer nacherzählt.
00:53:08: und diese Nacherzählung, die wird mir sehr runter gerattert.
00:53:11: Und dann kommt es eben zu der Szene, Minute sechsundzwanzig, wo er halt zum ersten Mal so auf ein andertreffen vermeintliches, aufeinandertreffenkonfrontation mit dem kopflosen Reiter stattfindet.
00:53:31: Normalerweise sind das dann ja immer eigentlich Momente die bei X-Faktor sehr stark rausgestellt werden und einen Effekt auslösen sollen, das verpufft hier völlig.
00:53:45: Das ist schlecht meiner Meinung nach aus zweierlei Hinsicht.
00:53:51: Einmal empfinde ich es so als dass eine recht texturlose Ablaufnacherzählung ist ohne dramaturgische Kurven und Wendungen.
00:54:04: Und zum zweiten, die Figur des Sheriffs wirkte auf mich komplett veralbert leider.
00:54:13: So das Ganze eigentlich keine richtig ernstzunehmende Haftung bekommen von der Synchronisation.
00:54:19: und es ist schon um einen recht frühen Zeitpunkt dazu tendiert ins Lächerliche gezogen zu werden.
00:54:27: und ja glaube ich nicht dass das der Ansatz war für X Factor.
00:54:32: Also ich glaube X-Faktor arbeitet immer mit so einer gewissen überstilisierten Pathetik und vielleicht auch so ein bisschen trashig anmutenden Naivität von Figuren.
00:54:49: Aber, und ich glaube es ist ein ganz wichtiger Punkt man hat die nie zu kompletten Vollhongs gemacht!
00:54:58: Und darauf scheint es mir in dem Firm insbesondere hinauszulaufen.
00:55:09: Ja, ab Minute thirty-six taucht dann scheinbar der Kopflose Reiter auf.
00:55:16: Da sitzt dann auch einmal ein Körper auf einer Holztreppe ohne Kopf.
00:55:22: Also Scheinbar Unfassbares!
00:55:24: Diese Darstellung ist eigentlich völlig wirkungslos.
00:55:27: also wie sie dort vonstatten geht.
00:55:31: Es ist keinerlei Suspence auszumachen keine intensivierte Spannung zu empfinden Von meiner Seite aus.
00:55:43: Keine verstärkte Affizierung Durchschnitt, durch Musik Es wird eigentlich alles sehr stupide einfach abgefilmt.
00:55:55: Jetzt wüsste ich das Ganze halt Das sich herausstellt dass der Typ Der sich da befindet und scheinbar davon betroffen ist Dass sich ein Scherz erlaubt hat in dem Moment ja Und nur so gut anhat sich unter seiner Jacke versteckt hat.
00:56:13: Und deswegen wäre das auch sozusagen ein Grund dafür, das Ganze nicht so extrem spannungsmäßig aufzuladen.
00:56:22: Wenn es nur eine Finte ist... Ich sehe das etwas zuwiegespalten!
00:56:26: Ich finde es auf der einen Seite tatsächlich natürlich kein Moment, der irgendwie Spannung dann reinbringt.
00:56:35: Auf der anderen Seite finde ich das ganz charmant.
00:56:38: und irgendwie auch positiv, dass der Zuschauer dann noch mal in seine Erwartung getäuscht wird.
00:56:45: Dennoch wäre natürlich so diese humoristische Auflösung die ihr zweifel ohne finde ich gut veranlaght ist unter sicherlich auch eine frische Facette mit rein bringt.
00:56:59: Auch die wären natürlich effizienter gewesen und viel wirkmächtiger gewesen wenn am Anfang wirklich vorher eine Gefahr transportiert worden wäre, was so überhaupt nicht zustande kam.
00:57:13: Deswegen ist es für mich praktisch kein Grund, ja?
00:57:17: Vorher nicht effektiv mit Spannungsmechanismen zu arbeiten.
00:57:20: Das ist kein Grund dafür!
00:57:22: Deswegen würde ich jetzt da auch nicht unbedingt komplett mit entschuldigen... Was sich eben schon mal angedeutet hätte nämlich dieses ins Lächerliche ziehen das vollzieht sich dann im weiteren Verlauf tatsächlich auf der musikalischen Ebene.
00:57:37: Ich empfinde es so, dass dann tatsächlich so trottelige Bläser eingespielt werden.
00:57:44: Und das wirkt auf mich so also vom Charakter den diese musikalischen Facetten da reinbringen, dass das Ganze eigentlich noch mehr zu einer einzigen Lachnummer verkommt.
00:57:57: Also bis zum jetzigen Zeitpunkt ist glaube ich schon ein bisschen rübergekommen Dass sich eher ja ernüchtert enttäuscht war vor dem Film Dann ab Minute zwei und zweiundfünfzig Sekunden, bekomme ich dann tatsächlich Gründe richtig böse zu werden.
00:58:20: Und das meine ich jetzt auch eigentlich gar nicht so scherzhaft sondern... Das ist tatsächlich mein voller Ernst weil ich liebe diese Reihe X-Faktor.
00:58:29: und dass was da jetzt passiert und was dort gemacht wurde, das empfinde ich so ein bisschen als Nicht nur, dass man die Reihe nicht verstanden hat.
00:58:40: Sondern dass man das Erbe einfach nicht ganz ernst nimmt und das finde ich sehr schade.
00:58:46: Und zwar ist es der Moment Der überfallende, der sich eben so versteckt hat mit seinem Kopf In rückblickender Nacherzählung Im Betonschrillen Ton sagt Geh und such dir jemand anderen den du erschrecken kannst Was dann praktisch nochmal im Backlash selbst wiederholt wird, wie er es wirklich gesagt hat.
00:59:12: Also nochmal im Klartext die Rückerzählung kündigt das was gesagt wurde an auf eine alberne Art und Weise.
00:59:22: Und dann hört man das noch mal Wie ist tatsächlich damals gesagt wurde?
00:59:27: Das ist halt der eigentlich slapstick ist dass was da betrieben wird in einer völlig überzogenen art und damit verkommt das ganze natürlich irgendwie so voll ins surface Und da fragt man sich natürlich schon, was soll das denn eigentlich?
00:59:45: Ja und auch das Auftauchen des tatsächlichen kopflosen Reiters Pletschert erzählerisch so dahin.
00:59:52: Ohne richtigen Spannungsaufbau ohne Spannungsspitzung Die Szene wird mir sehr statisch Keine Energie in der Kamera keine sich hochschaukelnde Musik kein überzeugende Ausdruck im Gesicht der Figuren Im Gesicht der Schauspieler Und da hilft es dann natürlich auch nicht, wenn das nicht überzeugend transportiert werden konnte auf inszenatorischer Sicht und auf den verschiedenen Sinnes-Ebenen.
01:00:23: Wenn der eine junge Officer dann aussagt dass sein Kollege so wirkt als hätte er den Teufel gesehen Da muss ich definitiv nochmal betonen Nein!
01:00:34: Ich kann da keinen Schrecken im Gesicht des Schauspielers erkennen.
01:00:40: Abschließend würde ich gerne noch mal eine Diskussion darüber aufmachen, weil der Film dann ja tatsächlich auch nach etwa fünf Minuten wenn ich jetzt mal die Moderation ausspare zu Ende ist.
01:00:54: Was dieser Film eigentlich machen wollte?
01:00:57: Ich stelle mir die ganze Zeit diese Frage was so dieses Slapstick-Ebene soll.
01:01:03: und jetzt kann man natürlich argumentieren dass das vielleicht ausgefeilter Schachzug war um eine alberne Ebene vorzugeben Und dann praktisch das Auftauchen des korpflosen Reiters, mit dem man da fast schon gar nicht mehr gerechnet hätte.
01:01:22: Weil das alles eher auf eine lächerliche Ebene erzählt wird umso irritierender wirkt weil die Wahrscheinlichkeit vorher runtergeschraubt wurde, weil man irgendwie denkt der Betroffene der scheinbar diese Begegnung hatte von den betroffenen Reitern und den beiden Officers davon erzählt dass die runtergesetzt wurde, diese Wahrscheinlichkeit und deswegen dann das Auftauchen vom kopflosen Reiter völlig unvermutet passiert.
01:01:51: Das kann es sicherlich Gründe für geben, dass man vielleicht so verferrt... Ich weiß nicht ob der Gedanke dahinter war.
01:01:57: ich versuche mir das irgendwie zu plausibilisieren aber trotzdem verläuft ... der Film dann trotzdem ohne Spannungsentladung und ohne Spanungshöhepunkt.
01:02:07: Und wenn es so veranlagt wurde, wurde es letztendlich nicht richtig ausgespielt weil natürlich, wenn man das so konstruiert dass man etwas auf eine humoristische Ebene bringt brauche es Zeit damit dann auch nur Umkehr stattfindet.
01:02:25: und da ist es natürlich alles sehr getrunken von Stadten gegangen und deswegen hatte Der Film eigentlich gar keine, und der ganze Fall gar keine Zeit mehr eine Wendung noch zu durchleben.
01:02:38: Ich bin darüber hinaus aber tatsächlich auch der Meinung auch wenn natürlich gerade auch immer wieder so suffisante puanten gesetzt werden vor allen Dingen in den Moderation von Jonathan Frakes teilweise auch in den Filmen das doch diese Art und Weise von Slapstick nie eine Darstellungsform war, die ich bisher bei X-Faktor beobachtet habe.
01:03:04: Und in meinem Gefühl wenn ich das dort sehe empfinde ich es nicht als zugehörig zu dieser Marke und mein Gefühl sagt mir... Ich finde das interessant da in einer Diskussion zu kommen.
01:03:18: Das heißt wenn ihr das anders seht liefert mir gerne eure Argumentation.
01:03:24: Also ich empfinde es zumindest so, dass das nicht eine Ebene sein sollte.
01:03:29: Die Teilwirt von X Faktor weil es in meinem Gefühl nicht so ist, dass da X Factor ist.
01:03:42: Ganz zum Abschluss würde ich gerne noch einmal einen weiteren Fall aus der Neuauflage thematisieren allerdings etwas schlaglichtartiger als zuvor.
01:03:57: Mir war es eigentlich wichtig diesen Fall noch mal mit reinzunehmen, weil er mir einfach besonders absurd anmutet und dort etwas passiert wovon ich niemals ausgegangen bin dass das Teil sein könnte von X Faktor.
01:04:15: Und als ich das erste Mal gesehen habe... Ich glaube die Folge die wurde ausgestrahlt vor drei Jahren an Halloween und ich sie im Fernsehen gesehen hab konnte ich eigentlich meinen Augen nicht trauen.
01:04:29: Das ist tatsächlich dort passiert, was da gerade passiert.
01:04:34: Weil es schlicht einfach etwas ist, was meiner Meinung nach absolut überhaupt gar nicht zu dieser Marke X-Faktor das Unfassbare passt.
01:04:45: Es handelt sich dabei um den Fall eine blutige Spur Genau.
01:04:59: also hier geht's praktisch nur mal grob des Szenario einzuführen, es geht irgendwie um zwei Ranger.
01:05:06: Die sind hier auf ihrem farmgelände unterwegs mit ihren jeeps, dass joa irgendwie ja so eine erzählerische schwäche eigentlich schon wieder zutage tritt.
01:05:17: Ja es ist halt so das diese ranger bewaffnet über das gelände laufen und auf einmal ist dort eine spur Und die wird dann problematisiert.
01:05:26: dieses spur Mir ist aber erst mal überhaupt gar nicht klar um was für Geschichte geht es.
01:05:36: Was für eine Situation, in was für einer Konstellation so richtig bin ich da drin?
01:05:42: So dass sich dann das zuordnen könnte warum jetzt diese Spur problematisch ist und warum die Spur einen Rätsel darstellt und irgendwie erzählerisch wichtig wird.
01:05:54: Und da ist eigentlich auch schon wieder ein Problem, dass ich eigentlich in eine Handlung hineingeworfen werde wo mir zu wenig Expositionen geliefert wurde.
01:06:07: Ja jetzt geht es darum das irgendwie Blutspuren auf dem Boden identifiziert werden.
01:06:16: Auch hier verkörpert sich eine nicht so richtig warum das jetzt ja ein großes Problem ist dass dieser Kadar war da jetzt liegt Auch dann jetzt zum Beispiel hier mal angehalten, Minute sechs, fünfunddreißig.
01:06:33: Ja, hier ist ein bisschen Stockfotosch einfach rein montiert worden am Himmel wie jetzt dann zb.
01:06:40: Sternschnuppen fliegen im Nachthimmel um den Wechsel der Tageszeit zur Nachtzeit zu illustrieren und hier erkennt man natürlich einen ganz billigen Taschenspieler Trick einfach die Kontraste runter geregelt wurden und du siehst aber wie die Sträucher reflektieren.
01:06:59: Und auch die Gesichter, dass die Sonne da noch geschehen hat und das ist so was, dass es niemals nachts gedreht wurde.
01:07:08: Das ist natürlich eigentlich... Die Nacht ist bei X-Vaktor immer ein wichtiges Motiv gewesen.
01:07:15: Dass man dann darauf angewiesen ist für X-Waktor, Atmosphärische Nachtbilder liefert, wo man auch wirklich sieht dass es nacht ist.
01:07:27: Ist natürlich eigentlich essentiell.
01:07:29: das ist absolut elementar und das konnten sie ja auch nicht einlösen.
01:07:34: ich verstehe dass man da unter einem gewissen Druck steht und man sich das halt dann einfach nicht leisten kann so lange abzuwarten bis es nachts wird.
01:07:43: Deswegen will ich da nicht den Schwarzen Peter unbedingt dem verantwortlichen Showrunnern zu schieben, aber natürlich wäre das ja etwas eine Kapazität und eine Ressource Zeit, der man einfach dann als Sender verantwortlicher dem Team zur Verfügung stellen muss.
01:08:03: Ja und jetzt landet er!
01:08:07: Jetzt landet es unwesen hier ab Minute siebenundzwanzig Sekunden auf einmal ein Da hat Alien Gaia und da weiß ich auch nicht, was das soll.
01:08:21: Also so eine Kreatur, also eine science-fictionmäßige Kreature eigentlich schon.
01:08:28: Die wäre ja in der Ursprungsversion von X Factor niemals aufgetaucht.
01:08:32: und dass das da so inszeniert wurde, das habe mich doch erschrocken und das lässt mich immer mehr... Ich will nicht unfair sein gegenüber den Showrunnern weil Ich auch nicht ausschließlich kann, dass da irgendwie was eine Lesart dahinter steckt oder irgendwie Gedankenzüge die ich nicht sehe.
01:08:53: Aber für mich passt das halt überhaupt nicht zu dieser Marke und das ist praktisch so... Für mich der krasseste Bruch den es überhaupt geben kann oder den ich zumindest bisher diese Neuauflage beobachtet habe.
01:09:08: Und dann muss sich tatsächlich einfach mal den Zweifel in den Raum stellen ob die beiden Autoren und Produzenten, die sich dem angenommen haben.
01:09:19: X-Faktor wirklich verstanden haben oder ob sie eigentlich... Oder sagen wir es so vielleicht ist auch ein bisschen arrogant zu sagen dass die Art und Weise wie ich X Faktor verstanden habe.
01:09:33: Die Art ist wie man das verstehen muss oder wie es allgültig wäre.
01:09:38: Da gibt's einfach unterschiedliche Lesarten von dieser Reihe und unterschiedliche Arten ihren Charakter aufzufassen.
01:09:47: Aber aus meiner Perspektive ergibt sich definitiv die Frage, ob die Autor und Produzenten die Reihe wirklich durch Drungen haben oder ob sie sie nicht irgendwie so für eine Mystery Freak Show halten wo praktisch ein paar Idioten erschrocken werden.
01:10:08: auf irgendeine Art und Weise und wenn man so x-Faktor begreift, finde ich eigentlich nicht dass man dem gerecht wird dadurch und deswegen so da ein abgespacen Geier landen zu lassen.
01:10:25: Das ist halt irgendwie was.
01:10:27: das ist für mich überhaupt nicht x-faktor.
01:10:29: und da stelle ich mir dann die frage etwas was man damit erzeugen will ja auch letztendlich wenn man die verbindung herstellt Diese Geschichte entlehnt ist dem Kentucky-Fleischregen, wo es ja auch darum geht dass aus einer wissenschaftlichen Perspektive vermutet wird.
01:10:49: Dass halt eben wie's dann da auch am Ende noch sichtbar wird.
01:10:52: Ja sozusagen dazu kam das dort Kadawa, blutige Kadawar vorm Himmel gefallen sind und das Kadawer geregnet hat.
01:11:01: Trotzdem passt es dann irgendwie nicht so richtig zusammen in diesem Fall.
01:11:07: Damit sind wir am Ende angekommen, desfalls eine blutige Spur und damit tatsächlich auch am ende des Podcasts.
01:11:16: Was mir wichtig ist... Am Ende nochmal zu betonen ist, dass ich nicht alles komplett negativ sehe an der Neuauflage und ich es grundsätzlich auch total befürworte.
01:11:27: Dass sich das grundsätzlich auch total schätze, dass dort Leute mit Leidenschaft den Impuls hatten zu sagen diese Marke X Faktor ist für uns so etwas außergewöhnliches, dass wir uns dahinter klemmen und die wieder mit Leben füllen grundsätzlich mal einen Ansatz dem Respekt gebührt.
01:11:53: Doch auch wenn natürlich für mich offenkundige erzählerische Mängel und für mich erzählarische, für mich ein Haufen erzählarischer Entscheidungen da sind die für mich nicht nachzuvollziehen sind Und wie ich denke, ist es angemessen für so eine Reihe Wie X Faktor Die ja praktisch das Rätseln zu ihrer größtentugend erhoben hat.
01:12:19: Lasse ich euch am Ende dieser Podcast-Folge mit ganz vielen Fragen und ganz vielen Mysterien zurück!
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